Vorträgen weihen in Kanalgeschichte ein - HEBEWERK: Reihe zum ”100jährigen” Bestehen

September 11th, 2008

Mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen will das Westfälische Industriemuseum das 100jährige Bestehen des Hebewerkes feiern. Dabei können die Freunde der Kanalschifffahrt auch tief in die Geschichte eintauchen.

Höhepunkt ist sicherlich das Jubiläumsfest vom 11. bis 15.August. Doch die speziell für das Jubiläum organisierte Informationsreihe beginnt schon am 9. März. Dann wird Michael Kösters-Kraft über die Rekrutierung der Arbeiter für den Kanalbau in den Jahren 1892 bis 1900 referieren. Dazu gibt es Dias und Schaubilder.

Die weiteren Veranstaltungen dieser Reihe:

23.März: ”Dortmund am Meer?”
Dr. Manfred Walz über die Veränderungen durch den Dortmund-Ems-Kanal in der Vergangenheit und zukünftige Projekte.

13.April: ”Da haben wir manchmal drei. vier Tage nur den Schleusenwärter gesehen, sonst keinen”.
Dr. Claus Veitmann spricht über den Verlauf des Dortmund-Ems-Kanals im Emsland.

4.Mai: Dr. Theo Horstmann spricht über die Nutzung der Elektrizität im Kanal- und Hafenbetrieb.

18.Mai: ”Ein Kanal für Kohle und Stahl”.
Dr. Karl-Peter Eilerbrock referiert über den Dortmunder Hafen und den Strukturwandel der Montanindustrie.

All diese Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr in der Maschinenhalle des Hebewerkes. Dort wird es übrigens auch schon am 30.Mai ein Fest geben: Zur IBA-Präsentation wird die ”Route der Industriekultur” mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Schließlich ist auch das Hebewerkmuseum ein Projekt im Rahmen der jetzt endenden Internationalen Bauausstellung Emscher-Park.

Gasthaus feiert 600. Geburtstag

September 11th, 2008

RECKLINGHAUSEN: Ein Ort der Nächstenliebe und Solidarität / Volles Programm

Doppelten Grund zur Freude hat das Team des geistlichen Zentrums an der Heiligen-Geist-Straße 7 in Recklinghausen: Das Gasthaus, das 1403 als Armenspital erstmals urkundlich erwähnt wurde, feiert seinen 600. Geburtstag. Außerdem gibt es seit einem Vierteljahrhundert die Gemeinde der Gastkirche, denn im Jahre 1978 übernahm die Brüderschaft der Canisianer aus Münster das Gasthaus.

Ich bin immer wieder erstaunt über das, was hier gewachsen ist”, sagt Pfarrer Bernhard Lübbering. Mehr als 150 Ehrenamtliche machen das Haus zu einem Ort des Gebetes, der Gastfreundschaft und der Solidarität”, 90 Menschen gehören dem Förderverein an. Zum Auftakt der Fest-Aktionen gibt es einen Vortrag von Prof. Dr. Dr. Arnoid Angenendt zum Thema “Die Spitalbewegung im Spätmittelalter” am Mittwoch, 12. Februar, 19.30 Uhr, in der Gastkirche. Das Festhochamt zum 600-jährigen Bestehen mit Generalvikar Norbert Kleyboldt findet am Samstag, 22. Februar, 18 Uhr, in der Kirche von St. Peter statt. Weitere Höhepunkte: Neben Vorträgen, etwa über “Integrationsprobleme russlanddeutscher Jugendlicher in der Bundesrepublik” (12. Mai), zu “Not und Elend der Menschen heute” (21. Mai) und “Welt-Handel fair gestalten” (6. Juni), stellen sich die Gasthaus-Gruppen am 14. Juni während der “Kirche auf dem Markt” vor und treffen sich unter dem Motto “Leben auf der Straße” am 12. Juli, mit Obdachlosen im Gasthaus. Quelle: Stimberg Zeitung

Heyme hinterlässt “Scherben” zum Abschied

September 11th, 2008

Lear, Lindenberg, Brettl Lieder und mehr bietet das Programm der 13. Ruhrfestspiele Recklinghausen. Der Festivalleiter verabschiedet sich mit Euripides.

Von Marion Meyer

Athen. “Les Adieux” heißt ein Abschiedsabend von Franz Wittenbrink für die Hamburger Kammerspiele, der nicht nur für das traditionsreiche Haus in der Hansestadt als Motto gilt. Auch in Recklinghausen, wo Wittenbrinks Revue bei den diesjährigen Ruhrfestspielen (1.5.-15.6.) gezeigt wird, heißt es Abschied nehmen. In Athen stellte Festivalleiter Hansgünther Heyme sein letztes Programm für die Ruhrfestspiele vor, die künftig der Berliner Volksbühnen-Chef Frank Castorf leiten wird. Doch wer gedacht hatte, Heyme würde nach 13 Jahren mit einem leisen Servus gehen, irrte. Die Enttäuschung über die abgesagte Händel-Oper “Saul” und das Mnouchkine-Projekt, die als Kooperationen mit der Ruhr Triennale entstehen sollten, konnte er nur mühsam unterdrücken. Bisher sei von dem neuen Ruhr-Festival kein Impuls in die Region getragen worden. Trotzdem wünsche er ihm im zweiten Schritt dieses Jahr Erfolg, so Heyme.

“Bessere Welten” heißt das Motto der 13. Ruhrfestspiele, die 17 Produktionen umfassen. Den Plural wählte der Festivalchef bewusst, denn Bush und El Kaida stehen für sehr unterschiedliche Welten. Im Singular wären wir mit dieser Welt schon weiter.”

Die griechische Hauptstadt passt zu Heymes neuer Produktion. “Scherben - Fragmente des Euripides” umfasst Material aus sieben, nur bruchstückhaft vorhandenen Stücken sowie Dialogreste und kürzere Textpassagen des antiken Dichters. Zu dem Abend liefert der griechische Regisseur Theodoros Terzopoulos, der in Düsseldorf kürzlich “Die Bakchen” inszenierte, das Gegenstück. Er erarbeitet “Scherben -Fragmente des Aischylos”. An fünf Abenden werden in Recklinghausen beide Aufführungen zu sehen sein. Als Gastspiel aus Madrid kommt außerdem Heymes “König Lear” ins Ruhrgebiet, der gerade im Madrider Teatro de La Abadia Premiere feierte.

Hamburg, die Mitgründerstadt der Ruhrfestspiele, bildet in diesem Programm einen Schwerpunkt. Neben Wittenbrinks “Les Adieux” erwartet die Zuschauer im Ruhrgebiet ein weiteres musikalisches Highlight: Udo Lindenberg zeigt eine Hommage an die emigrierten Künstler Weill, Eisler & Co. in seiner Revue “Atlantic Affairs”. Ausschnitte aus der Show stellte der extra angereiste Hamburger “Panik”-Rocker mit Hut in Athen gleich selbst vor.

Regie-Altmeister Peter Stein kommt zum ersten Mal nach Recklinghausen. Er spürt in einem Abend mit Maddalena Crippa “Kundrys Schwestern” nach und nähert sich mit ?Schönberg Kabarett” in Variete-Form den Gedichtvertonungen “Pierrot Lunaire” und den “Brettl-Liedern”. Mit Thomas Ostermeiers “Nora” vollziehen die Ruhrfestspiele den Brückenschlag vom ehemaligen zum jetzigen Leiter der Berliner Schaubühne.

Seinem europäischen Motto bleibt das Festival auch in diesem Jahr treu. Neben den genannten Produktionen kommen auch Gastspiele aus weiteren fünf Ländern, darunter der beliebte Cirque Plume aus Frankreich oder (zum ersten Mal) das Cairo Dance Theatre.

Kartenvorverkauf unter Tel. 02361 / 92180.

Das gesamte Programm der Ruhrfestspiele findet man im Internet unter http://www.ruhrfestspiele.de Quelle: WZ, Wuppertal

Kunst aus RE kommt per Mausklick ins Haus

September 11th, 2008

INTERNET: Neu gestaltete Seiten präsentieren die Museen

Mit seinen Installationen befindet sich der Bochumer Künstler Thomas Klegin auf den neuen Internet-Seiten der Recklinghäuser Museen in ebenso guter Gesellschaft wie der “Jahrhunderbildhauer” Marino Marini mit seinen Werken. Kunstschaffende von Rang und Namen kommen per Mausklick bequem ins Haus - eine Fundgrube für Interessierte.

Dr. Ferdinand Ullrich, Chef der städtischen Museen in der Festspielstadt, demonstrierte im Kulturausschuss Leistungsfähigkeit und Umfang des Internet-Auftritts der drei Häuser in Recklinghausen: Kunsthalle, Ikonen-Museum und Vestisches Museum kommen nun unter diversen Rubriken zu Ehren.

Aktuelles aus der Kunsthalle Recklinghausen ist im weltweiten Netz ebenso zu finden wie die Termine des Ikonen-Museums oder das Jahresprogramm des Vestischen Museums. Dazu gibt’s Querverweise (so genannte links) zu weiteren Themen, Künstlern oder anderen Häusern.

Die Präsentation, so Dr. Ferdinand Ullrich, sei so aufgebaut, dass Museumsmitarbeiter Kosten sparend Änderungen in “Eigenarbeit” vornehmen können - externe Fachleute würden dafür nicht benötigt.

Dem Lob für Ullrich fügte der Ausschuss zugleich den Appell hinzu, nach dem positiven Ansatz weiter an Ideen zu Verbesserungen der Attraktivität der Museen in Recklinghausen zu arbeiten. –tf

www.kunst-in-recklinghausen.de

Busfahren lohnt sich für Klassik-Freunde

September 11th, 2008

VESTISCHE: Ermäßigung für Konzert

Nimmt man es ganz genau, so besteht die Verbindung zwischen der Vestischen und der Neuen Philharmoie Westfalen (NPhW) schon seit etlichen Jahren. Der Probensaal des Orchesters ist nämlich Teil des alten Straßenbahndepots in Recklinghausen. Jetzt zahlt sich der enge Kontakt für treue Fahrgäste in barer Münze aus.

Vorausgesetzt, es handelt sich bei den Stammkunden der Vestischen auch um Freunde der klassischen Musik. Diese können bei dem Philharmonie-Konzert am Donnerstag, 6. Februar, im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen bis 40 Prozent Ermäßigung auf die Eintrittskarten herausschlagen. Die Tickets kosten dann zwischen 11,10 und 14,40 Euro. Der Normalpreis liegt je nach Sitzkategorie zwischen 17,70 und 23,30 Euro.

Dieses Festkonzert von NPhW und Gerhard Oppitz (Klavier) unter Leitung von Generalmusikdirektor Johannes Wildner bildet den Auftakt zur Kulturdekade ?Musica Rhenania”. Dieses Projekt, bei dem ausschließlich Werke von Schumann und Beethoven gespielt werden, begleitet die Olympia-Bewerbung von Düsseldorf und der Rhein-Ruhr-Region für 2012. -kg

Kartenreservierung bei der Vestischen: Kaiserstraße 73 in Herten, Springstraße 1d in Recklinghausen, ZOB Marler Stern und ZOB Oberhof in Gladbeck

Quelle: Stimberg Zeitung

Wunderschön farbige Weihnachts-Einstimmung

September 11th, 2008

RECKLINGHAUSEN: “Geburt Christi” im NPhW-Konzert

Welch wunderschön farbige Einstimmung auf das Weihnachtsfest - “Die Historie von der Geburt Jesu Christi”, ein Juwel im Schaffen des großen Komponisten Heinrich Schütz (1585-1672).

VON BRUNH1LD SCHMELTING

Das Werk wurde im dritten Abonnementkonzert der Saison von der Neuen Philharmonie Westfalen (NPhW) und dem Städtischen Chor Recklinghausen gemeinsam aufgeführt, und das Publikum in der Christuskirche ließ sich sogleich gefangen nehmen vom Kolorit dieser Musik, in der Naivität und Märchenzauber eines alten Krippenspiels eingefangen sind. Formal ist das Werk kunstvoll gefügt:

Zwischen vierstimmig gesungenem “Eingang” und “Beschluss” liegt der Part des Evangelisten. Kern der Historie ist die Geschichte von der Geburt Jesu nach dem Evangelisten Matthäus. Schütz erweiterte sie um den Besuch der Könige aus dem Morgenland, den Kindermord des Herodes, die Flucht nach Ägypten sowie die Rückkehr nach Nazareth.

Hier bestachen Chor und Orchester unter der einfühlsamen Leitung von Wolfgang Fromme durch einen sehr fein nuancierten Vortrag, und auch die Stimmen der Solisten (Angelika März, Sopran/ Ursula Breuing, Alt/ Wolfgang Fromme, Altus/ Hermann Bromenne, Tenor/ Albert Göken, Bass/ Heribert Feckler, Bass) fügten sich zu einem harmonischen Ganzen.

Rührende Idylle

Vor allem gefiel Dantes Diwiak als Evangelist; sein fein timbrierter Tenor vermochte hier lyrische wie dramatische Inhalte wunderschön darzustellen. Kunstvoll konzipiert zeigten sich auch die Intermedien, vom Chor, den Solisten und einem jeweils ganz charakteristischen Instrumentarium getragen. So wurde der Engel (Sopran) von Gamben begleitet, während den Hirten (Alt, Altus, Tenor) Blockflöten und Fagott zugeordnet waren und die Macht des Königs Herodes (Bass) durch Trompeten und Generalbass verdeutlicht wurde. Hier zeigte sich die Geschichte von Bethlehem als wunderbare und doch anheimelnde, in ihrer Schlichtheit rührende Idylle.

Der Weihnachtshistorie waren eine äußerst subtil gestaltete achtstimmige Motette (”O magnum mysterium”) von Giovanni Gabrieli (1553-1612) und das farbigbeschwingte “Magnificat” des Francesco Durante (1684-1755) vorausgegangen. Und zuvor hatten drei Sätze aus Olivier Messiaens Meditation “La Nativite du Seigneur” (1936), von Karl Echle an der Orgel in aparten Klangwirkungen dargestellt, auf die weiteren Werke des Abends eingestimmt.

Quelle: Recklinghäuser Zeitung

Operette und Musicals

September 11th, 2008

STADTHALLE: Abonnement-Programm startet am 27. Oktober / Tickets erhältlich

In Kürze endet der Vorverkauf für das Abonnement 2002/2003 der Stadthalle. Danach ist nur noch der Erwerb von Einzelkarten möglich. Die erste Veranstaltung findet am Sonntag, 27. Oktober, um 19 Uhr statt, wenn die romantische Operette “Das Land des Lächelns” aufgeführt wird.

Buchungen für das Abonnement nimmt das Ticket-Center der Stimberg Zeitung, Stimbergstraße 115, entgegen. Eine telefonische Buchungen ist auch unter Tel: 0209/3600152 möglich.

Mit dem “Land des Lächeln von Franz Lehar startet am 27. Oktober das Abonnement-Programm.

Am 17. November folgt die “Gala der Tenöre”. Die deutschen Tenöre unterhalten mit großen Stimmen und singen schöne Melodien, Arien und Kanzonen.

Am 18. Januar wird um 19 Uhr das Musical “High Society” nach dem Film “Die oberen Zehntausend” aufgeführt.

Am 8. Februar 2003 folgt dann - ebenfalls um 19 Uhr - die Rock-Oper “Jesus Christ Superstar” von Star-Autor Andrew Lloyd Webber.

“Was Sie schon immer über Männer wissen wollten”, lautet das Thema eines musikalischen Abends mit allen Facetten von Pop bis Klassik, in dessen Mittelpunkt die Männer und ihre innere Bereitschaft stehen.

Am 6. April startet dann um 19 Uhr die originelle Musicalshow “Vibrating Africa - South African Musical Group”. “Vibrating Africa ist Rhythmus und Lebensfreude, verpackt in eine Show, die ein pulsierendes Kaleidoskop des Afrika von Gestern und Heute bietet: Traditionelle Musik und Stammestänze in farbenprächtigen Kostümen wechseln mit rasanten Elementen des Hip-Hop, Breakdance und Jazz ab. Dazu die herrlichen Stimmen, die in wunderschönen Balladen zur Geltung kommen.

Abgerundet wird das Abonnement-Programm am 4. Mai 2003 mit dem “Glöckner von Notre Dame”, einer faszinierenden Musical-Show.

Die Preise erstrecken sich für die sieben Veranstaltungen von 94,30 Euro bis 131 Euro. Die Einzelpreise betragen 20,60 von Euro, 21,80 Euro und 25 Euro.

Quelle: Stimberg Zeitung

Wir wissen, dass eine aufregende Zeit beginnt

September 11th, 2008

RECKLINGHAUSEN: Lokale Kulturszene begrüßt Verpflichtung von Frank Castorf als neuer Leiter der Ruhrfestspiele ab 2004

Sein Ruf ist legendär: Stücke-Zertrümmerer, Klassik-Schänder. Frank Castorf gilt als Provokateur schlechthin. Attribute, die die lokale Kulturszene bei allem Wagemut nicht schrecken. Auf ein durchweg positives Echo stößt die Nachricht, dass Castorf ab 2004 gemeinsam mit Triennale-Chef Gerard Mortier neuer Leiter der Ruhrfestspiele wird.

?Wir wissen, dass mit Castorf eine aufregende Zeit in Recklinghausen beginnt, hoffentlich nicht zu aufregend”, sieht Kulturdezernent Hajo Bajon in der Verpflichtung des 51-Jährigen bis einschließlich 2007 ein deutliches Signal für den Stellenwert der Ruhrfestspiele innerhalb der Ruhrtriennale. Ein Theatermann dieses Formats unterstreiche, dass die Ruhrfestspiele weiter in der ersten Liga spielten. Bajon ist sicher: ?Castorf wird das gewachsene Publikum der Ruhrfestspiele mitnehmen und nach Heyme einen Aufbruch in etwas Neues garantieren.” Privat sei der Noch-Intendant der Berliner Volksbühne eher ein Mann der leisen Töne, sehr konzentriert, sehr einnehmend.

Auch Bürgermeister Wolfgang Pantförder ist nach ersten Gesprächen in Berlin zuversichtlich, dass Castorf die Tradition der Ruhrfestspiele bei der Erarbeitung eines neuen Profils im Blick hält. ?Er wird erstklassiges Theater und hochkarätige Besetzungen nach Recklinghausen holen.” Auf die ?neue Zeit” mit Frank Castorf freut sich auch Adi Karbe, stellvertretender Festspielleiter: ?Das politische Theater wird wie bei Hansgünther Heyme im Mittelpunkt stehen, jedoch mit einem anderen Ansatz.” Er kenne Castorf nicht zuletzt seit 1991, als der gebürtige Ost-Berliner Schillers ?Die Räuber” bei den Ruhrfestspielen inszenierte. Eine provokante Antwort auf die deutsche Wiedervereinigung, die heftige Diskussionen auslöste.

An die Inszenierung erinnert sich auch Ratsherr Heinrich Tondorf (CDU): ?Über Geschmack lässt sich streiten, trotzdem bin ich sicher, dass Frank Castorf die Theaterszene im Revier entscheidend belebt.” Den neuen Akzent auf Sprechtheater durch Castorf begrüßt auch Bärbel Korun (SPD): ?Es wird bestimmt schwierig mit ihm, aber ein bisschen Provokation kann nicht schaden.” ?tib

Quelle: Stimberg Zeitung

Wieder Märchen der Gebrüder Grimm

September 11th, 2008

Zum Adventsbeginn in der Stadthalle

Castrop-Rauxel: Zwei Märchen aus der Feder der Gebrüder Grimm stehen auch in diesem Jahr wieder auf dem Advents-Programm der Forum GmbH: “Frau Holle” am 3. Dezember und “Hansel & Gretel” am 4. und 5. Dezember - jeweils um 10.30 und 14.30 Uhr in der Stadthalle.

“Kindermärchen werden erzählt, damit in ihrem reinen und milden Lichte die ersten Gedanken und Kräfte des Herzens aufwachen und wachsen, einen jeden ihre einfache Poesie erfreuen und ihre Wahrheit belehren”, schrieben Jacob und Wilhelm Grimm im Jahre 1812.

Die Geschichte von “Frau Holle” präsentiert das Deutsche Kinder-Jugendtheater zum Auftakt am 3. Dezember. Das beliebte Märchen wird in einer großen, festlichen Neuinszenierung mit viel Musik und Tanz, mit farbenprächtige Kostümen und Dekorationen dargeboten. Alle vertrauten Figuren werden wieder lebendig, ob Frau Holle, die Pechmarie und die Goldmarie sowie viele andere.

Am 4. und 5. Dezember ebenfalls jeweils um 10.30 und 14.30 Uhr präsentiert das gleiche Theater dann ?Hansel und Gretel”. Auch dieses Märchenspiel mit Hexe und Knusperhäuschen stammt aus der unvergleichlichen Sammlung der Gebrüder Grimm.

Karten für alle Aufführungen gibt es zum Preis von jeweils 7 Euro für Kinder und Erwachsene beim Forum Ticket Shop in der Castroper Altstadt (Tel. 22299 und Fax 2665). In dem Preis ist für Gruppen die kostenlose Hin- und Rückfahrt (z.B. zur Schule oder den Kindergarten) enthalten. Nach den Veranstaltungen verteilt ein Nikolaus leckere Stutenkerle an die Kinder.

Quelle: Ruhr Nachrichten

Ruhrfestspiele ohne hohe Sprachbarriere

September 11th, 2008

WEIMAR: Festspiel-Chef Hansgünther Heyme stellte das diesjährige Programm vor / Eröffnung mit Hommage an Bach.

Nach ”zweijährigem Exil” finden die Ruhrfestspiele nun im umgebauten, ‘’schönsten Festspielhaus der Bundesrepublik” (Heyme) statt, in ihrem alten Zentrum, und zwar mit einem Programm, das sich sehen lassen kann: Mit Paukenschlagen und Raritäten des Theaters. Vorbei ist das Provisorium, das Suchen nach geeigneten Aufführungsorten in Marl und Recklinghausen. Das Theaterzelt im Stadtgarten, das ”Kleine Theater” im Festspielhaus und die Grubenwerkstatt auf dem Gelände der Zeche Auguste Victoria 1/2 in Marl sind die Schauplätze des Festspiels.

Und: Das Festival versteht sich mehr denn je als moralische Anstalt, als politische Veranstaltung, freilich ohne Oberlehrer-Attitüde, wie deren Leiter Hansgünther Heyme auf der Pressekonferenz in der Klassikerstadt Weimar betonte: Eine durch und durch beschauliche Provinzstadt mit den Spuren von Goethe und Schiller, Wieland und Herder. Aber auch ein Ort, über dem der gewaltige Schatten von Buchenwald liegt.

Die Inszenierungen stehen diesmal unter dem durchaus provokanten Motto ”Europa heute: Macht geht vor Recht?”, ein Ausspruch, der Bismarck zugeschrieben wird. Hansgünther Heyme will den Finger in die Wunden einer Politik legen, die heute immer wieder durch das Gewalt-Spiel der Mächtigen geschlagen werden. Also: Gefälligkeitstheater wird hier wie gehabt nicht verabreicht. Und das Publikum, das sich in der Vergangenheit von den fremdsprachigen Aufführungen überfordert fühlte, kann aufatmen: Es wird sie so nicht mehr geben.

Eröffnet werden ”die Spiele” wie alle Jahre wieder mit dem Kulturfest am 1. Mai. Doch, so Heyme, möglichst ohne die Alkohol-Exzesse, Stink-Orgien und Brutalitäten vom Vorjahr, als rund 150 000 Besucher erschienen waren und der Raum eng wurde. Mit einem ”Dreierschlag” geht es weiter: Mit der musikalisch-theatralischen Performance der Companyia Carlos Santos aus Barcelona, einer Hommage an Johann Sebastian Bach, die bereits als ”ein Juwel” in der Presse gefeiert wurde. Es folgt der Bilderrausch ”Shazam!” der Tanzcompagnie ”DCA” aus Frankreich, die einen Bombenerfolg in Paris verzeichnen konnte.

Der Regie-Star Robert Wilson ist der Dritte in der Aufführungs-Trilogie: Mit Strindbergs ”Traumspiel” schafft er abermals eine magisch-kunstvolle Welt aus Ton, Licht und Bewegung.

Das ”Kleine Theater” im Ruhrfestspielhaus wird mit Tschechows ”Möwe”, inszeniert von Heyme , eröffnet, dessen Ausgrabung ”Der Ion des Euripides” bereits in Lausanne Furore machte und in der Grubenwerkstatt zu sehen sein wird. Auch Heymes bestechende ”Nora”-lnszenierung vom Vorjahr steht erneut auf dem Programm.

Der herrliche ”CirQue Plume”, der ”den Himmel auf die Erde ziehen will”, offeriert eine Uraufführung, aus Lausanne kommt Maurice Be’jarts Koproduktion ”Tango”und Lorcas ”Bluthochzeit”. Aus Südafrika gelangt das Anti-Musical ”The Zulu” auf die Festspiel-Bühne, die Folkwang-Hoctischule präsentiert deftige Bühnenkost mit Shakespeares ”Lustigen Weibern von Windsor”, und das Folkwang-Tanzstudio zeigt ”Itambe”’, eine Choreographie von Henrietta Horn.

Die alten Bekannten, die Akteure von ”Fura dels Baus”, die das konventionelle Theater scheuen wie der Teufel das Weihwasser und manchen Zuschauer längst schockierten, wollen das Haus mit einer Performance über Lorca erschüttern und neuerdings für Gesprächsstoff sorgen.

Die Kabarett-Freunde werden ebenfalls bedient: Volker Pispers und eine ”neue Formation” der Lach- und Schießgesellschaft könnten frischen Wind in den Polit-Alltag bringen. Und das ”junge forum” will mit ”Rum für die Ohren”, einem Konzert mit kubanischen Stimmen, wieder mehr Aufmerksamkeit erringen.

In der Kunsthalle wird Museumschef Ferdinand Ullrich einen Kultur-Hit landen: 60 Skulpturen aller Schaffensperioden zum Thema ”Liegende” von Henry Moore werden das Publikum in Scharen in den Kunstbunker locken. Wahrscheinlich ist mit einem Besucherrekord zu rechnen. Ullrich will jedenfalls die Öffnungszeiten verlängern.

Keine Frage; Das nun gläserne und früher oft geschmähte Ruhrfestspielhaus wird über Mangel an Resonanz nicht klagen!

(Quelle: Waltroper Zeitung vom 18.01.99 VON KLAUS LAMZA)

NPhW-Förderverein will Lust auf Klassik machen

September 11th, 2008

RE: Saisonauftakt mit Buchbinder und Tag der Musik / Neues Weihnachtskonzert

Wenn die Neue Philharmonie Westfalen die diesjährige Konzertsaison am Sonntag, den 29. September, mit Starpianist Rudolf Buchbinder und einem Tag der Musik im Recklinghäuser Ruhrfestspielhaus eröffnet, hat auch der Förderverein des Orchesters die (Finanz-) Finger im Spiel.

VON TINA BRAMBRINK

Durch den Zuschuss des Vereins der Freunde und Förderer wurde nicht nur das 1. Sinfoniekonzert mit Werken von Brahms und Bruckner, sondern auch ein launiges (und kostenloses) Musik-Zusatzprogramm möglich. Zwischen den beiden Konzerten (11 und 20 Uhr) gibt es Klassik zum Schnuppern, und zwar für kleine und große Besucher. Das Jugendsinfonieorchester eröffnet den Reigen ab 14 Uhr mit einem Raumstück. Danach geht es im Ruhrfestspielhaus munter mit verschiedenen Kammerensembles, CD-Vorstellungen, Diskussionsrunden etc. weiter.

Um neues Publikum zu erschließen und Schwellenängste abzubauen, hat der 300 Mitglieder starke Förderverein noch andere Pläne, will seine Aktivitäten u.a. auf Gelsenkirchen ausweiten. Eine Zeitschrift mit Insider-Infos über die Neue Philharmonie ist in Vorbereitung, die Förderung der Kinderprogramme wird fortgesetzt, und auch die Suche nach Sponsoren für einen Konzertflügel geht weiter.

Den ?richtigen Riecher” bewies der Vorstand außerdem mit seinem jährlichen Weihnachtskonzert, das diesmal erstmals neben dem Ruhrfestspielhaus (21.12., 18 Uhr) auch im Theater Marl (23.12., 18 Uhr) und im Musiktheater Gelsenkirchen (22.12., 18 Uhr) stattfindet. “Ein Programm, bei dem wir bewusst auf eine kurzweilige, populäre Mischung achten, um auch kleine Zuschauer auf den Klassik-Geschmack zu bringen”, erklärt 1. Vorsitzender Dr. Hans-Joachim Gigerl. Dudelsackspieler sorgen für ungewohnte Klänge, es gibt eine Adventsgeschichte und selbstredend kommt auch wieder der Weihnachtsmann Infos zum Förderverein und Kartenreservierung fürs Weihnachtskonzert: Tel: 02361 / 205400

Sinfoniekonzert: Karten gibt es nur noch für die 11-Uhr-Matinee

Quelle: Stimberg Zeitung

Kunstauktion hilft Hochwasseropfern

September 11th, 2008

UFERSTRASSE: Objekte und Gemälde warten im Umspannwerk auf Interessenten / Jochen Welt leitet die Versteigerung

“Eine Initiatorin - Eine Idee - 20 Künstler”. Unter diesem Motto startet am kommenden Sonntag um 10.30 Uhr eine ungewöhnliche Hilfsaktion für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Ostdeutschland.

VON CHRISTOPH MROSEK

Dann beginnt nämlich in den Räumen des VEW-Strommuseums im früheren Umspannwerk an der Uferstraße eine spannende Kunst-Auktion, zu der zahlreiche Recklinghäuser einen Beitrag geleistet haben.

Die Idee zur Aktion stammt von Doris Welling, der Leiterin der gleichnamigen “Kunstpraxis” an der Bochumer Straße. Sie nutzte ihre Kontakte, schrieb zahlreiche Kolleginnen und Kollegen an, bat um Bilder und Objekte, die Grundlage der Versteigerung sein sollten. Inzwischen haben 20 Künstler reagiert, entsprechende Werke zur Verfügung gestellt.

Die Liste der Anbieter reicht dabei von Michaela Reincke und Margarete Fernholz über Angelika Bloß und Gundula Wüllner bis hin zu Emilia Knizia und Sabine Schug. Auch Manfred Kloss, Klaus Strätgen, Martin Hoppe, Matthias Reincke, Andre Dömer und Gerhard Büning, von dem ein schönes Aquarell der Petruskirche in der Auktion vertreten ist, stifteten eines oder gar mehrere Werke.

VEW stellt Räume zur Verfügung

Diese sind inzwischen in einem farbigen Faltblatt zusammen gefasst, das natürlich bei der Auktion verteilt wird. Diese wird übrigens vom SPD-Bundestagsabgeordneten Jochen Welt geleitet, der sich spontan bereit erklärte, den “Hammer” für den guten Zweck in die Hand zu nehmen.

Vorbesichtigt werden können die Bilder und Objekte am kommenden Sonntag ab 10 Uhr im VEW-Museum, dessen Leitung die Räume dankenswerterweise kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Die einzelnen Bilder sind mit einem Mindestangebot versehen, das je nach Größe bei 40 bis 120 Euro liegt. Also ist sicher für jeden Geldbeutel etwas dabei. Der Reinerlös der Aktion wird Kindern im Hochwassergebiet zur Verfügung gestellt. Und genau deshalb hofft die “Kunstpraxis” auf eine möglichst große Resonanz am kommenden Sonntag.

Wer nähere und ausführlichere Informationen zur Aktion wünscht, erhält sie unter Tel: 37 42 70 oder im Internet unter der Adresse www.kunst-praxis.com.

Quelle: Recklinghäuser Zeitung

Trommler und Tänzer zeigen afrikanische Kultur

September 11th, 2008

FESTIVAL: Erlös kommt Flutopfern und Kinderdorf zu Gute

Bereits zum sechsten Mal laden das Auslandsinstitut “Die Brücke” und der Verein “VIVO” zum Festival mit afrikanischem Programm. Gefeiert wird am Samstag, 14. September, ab 20 Uhr im Fritz-Husemann-Haus.

Der Verein “VIVO”, bedeutet so viel wie “freies Kind” oder “ich lebe”, existiert in RE schon mehr als zehn Jahre. Gegründet vom Ehepaar Robert und Monique Dougban aus Togo, die mittlerweile schon 30 Jahre in der Festspielstadt wohnen, kümmern sich heute 24 Mitglieder um Projekte in der westafrikanischen Stadt Garne.

Das Festival am kommenden Samstag bietet Besuchern einen Einblick in Kultur und (Kunst der Afrikaner. Anita Jones zeigt eine musikalische Darbietung, Ablavi sorgt mit Tänzen für Stimmung. Zur Stärkung steht ein afrikanischer Imbiss bereit. Der Erlös des Festivals kommt jeweils zur Hälfte den Flutopfern und einem Kinderdorf-Projekt in Garne zu Gute. “weg

Karten zum Preis von 6 Euro sind im Euro-Afrika-Shop, Königswall 5 und in der “Brücke”, Willy-Brandt-Park, erhältlich.

Quelle: Recklinghäuser Zeitung

Historie als Herzensangelegenheit

September 11th, 2008

BERGBAU- UND GESCHICHTSVEREIN: Museum am Ziegeleitor ist für Festlichkeit hergerichtet / Schon 80 Exponate

Sie sind “Kinder” des Bergbaus. Malochten teils 40 Jahre und länger “unter Tage”. Der Zusammenhalt hat sie damals stark gemacht. Und heute auch.

VON JOCHEN BORGER

Peter Hadrys und Günter Lukas könnten es gewiss ruhig angehen lassen. Der eine fing 1959 mit der Ausbildung an, der andere 1953. “Man hat Beziehung zu diesem Beruf”, sagen die beiden. Und daher scheint man auch vom “Pütt”, von seinem Umfeld nicht loszukommen.

Wie anders ist es zu erklären, dass Männer wie Peter Hadrys und Günter Lukas weiter ihre Zeit opfern für den Bergbau. Besser gesagt, für die Historie. Sie haben gewiss genug gearbeitet wie so viele ihrer Kameraden auch. Sie könnten sich in die Sonne legen, schwelgen in der Erinnerung. Doch statt Sonne gibt es den Lehrstollen. Und statt Erinnerung weiter viel Arbeit.

“Das macht uns nichts”, sagen sie, und wenn man sie sich so anschaut, wie sie weiter ackern, glaubt man es ohne Vorbehalt. Heute, Samstag, ist der große Tag für alle, die seit Jahresbeginn dafür gesorgt haben, dass die Begriffe “Bergbau- und Geschichtsverein” und “Bergbaumuseum” auch mit Leben gefüllt werden.

Im ehemaligen Lehrstollen am Ziegeleitor haben sie kräftig geschuftet: Nicht nur Peter Hadrys und Günter Lukas. Heinrich Pienkohs, Wolfgang Kirchhöfel, Werner Köhler, Markus Pliska, Friedrich Buresch, Udo Klingenburg, Dieter Röche, Dietmar, Michael und Volker Seemann, Rolf Gatberg, Jürgen Gottschlich, Dieter Simanek, Erich Brüning, Peter Duscha, Heinrich Schüssleder, Christian Hadrys und Walter Mattes. Damit heute auch alles so präsentiert werden kann, wie sie es sich vorstellen können.

Ein wichtiges Stück Stadt- und Sozialgeschichte darzustellen in der Hoffnung, viele Interessierte für die Historie der Stadt zu begeistern. Rund 80 verschiedene Exponate sind inzwischen gesammelt worden und können beim “Tag der offenen Tür” am Ziegeleitor begutachtet werden. Nach ökumenischem Gottesdienst (12 Uhr) und einer Talkrunde zum Auftakt, bietet sich bis 17 Uhr die Gelegenheit zur Information.

Die Vereinsmitglieder stehen mit Rat und Tat zur Seite, erläutern die einzelnen Museumsstücke und haben mit Sicherheit die ein oder andere Anekdote aus dem Bergbau-Alltag parat. Ob Vorschlaghammer, Grubenfahrrad oder Hochdruckpumpe ” ein interessanter Einblick ist gesichert.

Feierlicher Rahmen in “Revierbude”

Und abends dürfen sich alle in der neuen schmucken “Revierbude” in feierlichem Rahmen in geschlossener Gesellschaft zurücklehnen und auf ein gelungenes Werk zurückblicken. Die Stadt blickt im Zeitalter des Strukturwandels nach vorn. Doch ein Blick zurück ist in einem solchen Rahmen gestattet.

Quelle: Stimberg Zeitung

Fantasie kann viel bewegen

September 11th, 2008

TREND: Immer mehr Bands mit Behinderten etablieren sich im Musikgeschäft

Martin ist 32 Jahre alt und spielt Schlagzeug in der Gruppe Spint Steps. “Kurz vor dem Auftritt brodelt es. Tja - dann muss ich halt mehrmals auf Toilette”, beschreibt er seine Verfassung vor dem Gig. Das Lampenfieber unterscheidet Martin sicher nicht von seinen Musikerkollegen. Etwas anderes macht die Gruppe mit 14 Mitgliedern aus Mülheim an der Ruhr aber außergewöhnlich: In ihr spielen geistig und körperlich Behinderte mit nichtbehinderten Musikern zusammen - und zwar mit wachsendem Erfolg im Musikgeschäft.

VON SABINE KWAPIK

“In den vergangenen Jahren hat die Nachfrage sehr stark zugenommen - nicht nur nach Musikbands, sondern auch nach Theatergruppen”, beschreibt Jutta Schubert, Mitarbeiterin von Eucrea, einem Netzwerk für behinderte Künstler in Hamburg. So ist es auch bei Spirit Steps. “Wir bekommen viele Anfragen und haben schon in der ganzen Bundesrepublik gespielt”, sagt Andreas Hesse, Organisator der Band. Er ist Sozialarbeiter im Mülheimer “Dorf”, einer Einrichtung der Theodor-Fliedner-Stiftung für Menschen mit Behinderungen.

Die Idee für die Band entstand bei einem Workshop 1996. Den hatte Hesse zusammen mit dem Musiker Jan Kempken organisiert, der etwas über die Hamburger Gruppe Station 17 gehört hatte, in der auch Behinderte mitspielen. “Fantasie kann viel bewegen”, beschreibt Kempken. Seit sieben Jahren ist die Band nun zusammen und wird nicht nur von sozialen Einrichtung für ein Konzert gebucht. “Auch Organisatoren von Straßenfesten und Kulturfestivals fragen bei uns an”, sagt Hesse. Allerdings können die Musiker, die sich auf keinen speziellen Stil festlegen wollen, nicht alle Anfragen wahrnehmen. “Wir haben sicher einen semi-professionellen Standard, aber unsere behinderten Musiker haben auch noch einen Job”, sagt Hesse.

Das ist beispielsweise bei anderen erfolgreichen Gruppen mit behinderten und nichtbehinderten Musikern anders. “Die Mitglieder der Bands - ob behindert oder nicht - betreiben Musik als Hauptjob. Und sie haben ein professionelles Management”, sagt Hesse. Beispielsweise sei die Hamburger Band Station 17 auf dem Jazz-Festival in Moers aufgetreten und danach “voll durchgestartet”.

Station 17 auch beim Jazzfestival in Moers

Nach ihrem Musiktheaterstück “Die behinderte Regierung” 1995 folgten Konzertprogramme in der Schweiz und Deutschland. International erfolgreich ist die Londoner Musik- und Theater Company Heart ‘n’ Soul, die 1986 gegründet wurde. Sie gilt mittlerweile als professionelle integrative Rock- und Soul-Band. Die Musik und die Texte für die Songs werden von behinderten Sängern und Musikern in Zusammenarbeit mit professionellen Musikern erstellt.

Nur eigene Texte und Kompositionen

Das macht auch Spirit Steps. “Wir haben den Anspruch, nur eigene Texte und Kompositionen zu spielen”, sagt Hesse. Einstudiert werden die Stücke bei den Proben. “Wir treffen uns jede Woche - vor den Auftritten aber öfter”, sagt Stephan Bevermeier, musikalischer Leiter. Er hat aber auch mit den Untugenden von Musikern zu kämpfen. “Manchmal sind alle total faul und üben nicht richtig - das ärgert mich maßlos”, so Bevermeier.

Auch Martin - seit Kindesbeinen an Autist - scheint für seinen Auftritt zuletzt beim Festival in Mülheim nicht genug geübt zu haben. Zwar kommentieren Zuhörer mit “Das ist gute Musik auch ohne Mitleidsbonus”. Doch nach dem Konzert erntet Martin einen kleinen Rüffel des musikalischen Leiters: “Bis auf ein ,Ei’ war es gut”.

Quelle: Recklinghäuser Zeitung

700 000 Besucher sahen das Alte Hebewerk

September 11th, 2008

Industriemuseum feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einem großen Jubiläumsfest

Henrichenburg ? Zur Jubiläumsfete lädt das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg am Sonntag, 8. September, ein. Zehn Jahre als Westfälisches Industriemuseum gilt es zu zelebrieren. Ein buntes Programm von 10 bis 18 Uhr animiert zum Mitfeiern.

In den letzten zehn Jahren hat sich das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg nicht nur bei den Wissenschaftlern einen Namen gemacht. 700 000 Besucher sahen den Schiffslift seit Eröffnung des Museums am 12. September 1992. Bis dahin war es jedoch ein langer Weg. Am 11. August 1899 von Kaiser Willhelm persönlich eingeweiht, versah das Hebewerk seinen Dienst bis 1970. Das stillgelegte Bauwerk verfiel zur Ruine. 1979 beschloss der Landschaftsverband Westfalen Lippe, das technische Denkmal als Museum wieder aufzubauen. Nach Restauration und Rekonstruktion blieb die Anlage zwar ohne ihre eigentliche Hebe-Funktion, wurde aber dennoch Publikumsmagnet und Identifikationsobjekt. Am 11. September 1999, also genau hundert Jahre und einen Monat nach der Einweihung, wurde das Oberwasser des Industriemuseums eröffnet. Der 400 Meter lange Kanalabschnitt bereichert seitdem das Alte Hebewerk um viele Attraktionen. 1995 wurde das Industriemuseum mit dem europäischen Museumspreis ausgezeichnet. Der Schiffslift rangiert hinter dem Bergbaumuseum und der Villa Hügel auf Platz drei der beliebtesten Industriekultur-Einrichtungen. Zur Jubiläumsfete am 8. September spielt ab 11 Uhr der “Orgeldreher Alfonso” auf und beschert seinen Zuhörern einen bunten Strauß aus Seemanns-Melodien. Solche hat auch der Dattelner Hafenchor im Repertoire, der um 13 Uhr auftritt. “Michaels Magisches Theater” zeigt ab 15 Uhr Zauberei für Jung und Alt. Um 16 Uhr zeigen die Feuerwehren der Städte Datteln und Waltrop eine Rettungsaktion auf dem Oberwasser. Dabei kommt auch das Dattelner Feuerlöschboot zum Einsatz. Das Duo “Baga Telli” beschließt das Programm ab 16.15 Uhr mit Akkordeon und Waschbrett. Den ganzen Tag über (10 bis 18 Uhr) gibt es Führungen durch das Hebewerk und Rundfahrten mit historischen Booten. ” cap

Quelle: Ruhr Nachrichten

Musik-Gala für behinderte Kinder

September 11th, 2008

MARL: Künstler treten kostenlos für die “Kleine Oase” auf / Karten im Vorverkauf

Eine große Benefiz-Gala mit bekannten Künstlern findet am Freitag, 15. November (19.30 Uhr), in der Mensa der Willy-Brandt-Gesamtschule in Marl statt. Die Einnahmen kommen den Bewohnern der “Kleinen Oase” in Datteln zugute. Bei dieser Einrichtung handelt es sich um ein Kurzzeitwohnheim für behinderte Kinder, das der Vestischen Kinderklinik Datteln angeschlossen ist. Veranstaltet wird die Benefiz-Gala von “Kanal 4”, dem Patientenrundfunk der Marler Paracelsus-Klinik. Radio-Macherin Angelika Krziwon verfügt seit Jahren über hervorragende Kontakte zu Musikern der deutschen Schlagerszene und hatte auf ihre Anfrage ruckzuck die Zusagen der Künstler in der Tasche. So werden am 15. November ohne Gage auftreten: Pharo, Deutschlands bekanntester Hypnotiseur, die Stimmungsband “Scheunenrocker” sowie die Sängerinnen und Sänger Klaus Patric, Frank Lindner, Hansi Süssenbach und Ellen Krenz. Jeder Künstler wird etwa 20 Minuten auf der Bühne stehen, anschließend bittet die Party-Band “Juke Box” zu einer Oldie-Night

Eintrittskarten zum Preis von zehn Euro gibt es nur im Vorverkauf, und zwar bei “Kanal 4 - das Radio mit Herz” in der Marler Paracelsus-Klinik (Lipper Weg) oder im i-Punkt im Einkaufszentrum Marler Stern. Unter Tel.: 0177 / 2671443 können die Tickets auch reserviert werden. …mw

-Benefiz-Gala in der Willy-Brandt-Gesamtschule Marl (Kreuzstraße); Freitag, 15. November, 19.30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)

Quelle: Stimberg Zeitung

Anmeldungen für Autorennacht

September 11th, 2008

RECKLINGHAUSEN: Neue Literarische Gesellschaft ruft zur Teilnahme auf

Die Neue Literarische Gesellschaft Recklinghausen (NLGR) verzichtet in diesem Jahr auf eine thematische Vorgabe für die Recklinghäuser Autorennacht. Bis zum 31. August können Schriftsteller ihr Texte einreichen.

Die Recklinghäuser Autorennacht gilt als das wichtigste Forum für nachwachsende Talente wie auch bekannte Größen der literarischen Szene im Kreis Recklinghausen. Bereits zum 15. Mal führt die NLGR die beliebte Veranstaltung in der Altstadtschmiede durch. Zum Abschluss wird wieder der Literaturpreis ?Vestische Literatur-Eule” verliehen. Wer also die Chance nutzen möchte, seine geschrieben Werke einem interessierten Publikum vorzustellen, sollte sich bewerben. Eine Jury wird die Auswahl treffen und für den 2. November acht bis zehn Autoren auswählen. Die Texte sollen in dreifacher Ausfertigung auf namentlich nicht gekennzeichneten DIN A 4-Bögen sowie zusätzlich auf Diskette an den Organisator des Wettbewerbs geschickt werden. Die Adresse lautet: NLRG - Werner Fondermann, Hoogeweg 4, 45665 Recklinghausen. Infos gibt es unter » 023 61 / 49 89 38.

Quelle: Ruhr Nachrichten

Virtueller Besuch in der Stadthalle

September 11th, 2008

INTERNET: Veranstaltungskarten gibt es nun sogar online

”Oer-Erkenschwick als Tagungs- und Veranstaltungsort” - so ist der jetzt fertig gestellte Internetauftritt der Stimberg- und Stadthallen GmbH zwecks Vermarktung der beiden heimischen Veranstaltungsorte überschrieben. Gestern stellte Geschäftsführer Klaus Skodell zusammen mit seinem Mitarbeiter Dirk Böhnke die Hallen-Web-Sites vor.

VON JÖRG MÜLLER

Die Homepages der beiden Oer-Erkenschwicker Veranstaltungsortes sind unter den Internet-Adressen ”www.stimberghalle.de” und ”www.stadthalleoe.de” aufzurufen. Gestaltet wurde das aufwändige Programm übrigens vom Webmaster Christian Schwarze.

Beide Internetadressen bieten dem Web-Besucher die Möglichkeit zu einem virtuellen Rundgang durch die Räume. ”Vor allen Dingen bei der Stadthalle ist vielen Erstbesuchern nicht klar, dass sich in dem schlichten Betonbau ein solches Schmuckstück befindet”, erläuterte Klaus Skodell gestern.

Programm ist auch abrufbar

Dann kann sich jeder Interessent über das Veranstaltungsprogramm in beiden Hallen informieren. Dieser Kalender wird wöchentlich aktualisiert. Interessant für alle Internet-Nutzer: Veranstaltungsbesucher können auch online Kar ten ordern. Das funktioniert über einen entsprechenden Link, über den die Tickets mittels eines Formulars geordert werden können. Die Karten werden dann von der GmbH an der Abendkasse übergeben, wo sie von den Besuchern schließlich auch bezahlt werden müssen.

Die mit der Website der Stadt Oer-Erkenschwick verlinkten Internet-Seiten der beiden Hallen enthalten darüber hinaus auch eine detaillierte Anfahrtsskizze sowie die Möglichkeit für Firmen, über ein Formular Angebote von der Stadthalle als Tagungsort einzuholen.

- OE-Hallen im Internet
- www.stimberghalle.de
- www.stadthalleoe.de
- E-Mail: info@stadthalleoe.de

Quelle: Stimberg Zeitung

Von irischem Folk bis zu keltischen Tänzen

September 11th, 2008

FESTIVAL: Reeves mit neuer Formation
Bereits im vergangenen Jahr wurde es zu einer rauschenden Party, jetzt steht die zweite Auflage des ”Irish-Folk-Festivals” in der Oer-Erkenschwicker Stimberghalle (20. April/20 Uhr) an. Präsentiert vom Zeitungshaus Bauer konnten auch diesmal vier Formationen der Spitzenklasse verpflichtet werden.

Das Eis brechen werden diesmal als Opener ”Crashandoh” aus Herten, die schon 2001 für einen echten Höhepunkt des Abends sorgten.

Dann folgt auch schon eine echte Überraschung: Sean Reeves (Five-Alive-0) wird mit seiner neuen Formation, den ”Stokes”, in Oer-Erkenschwick auftreten. ”Stokes”, ursprünglich ein Geschichtenerzähler aus Irland, ist dabei Name und Programm zugleich. Genauso ursprünglich wie die Geschichten sind die Songs der gleichnamigen Band: pure irische Musik im Stil der legendären Dubliners mit Banjo, Fiddle, Schlag-Box, Tin-Whistle, Bouzouki, Bodhran, Mandoline, Gitarre und natürlich den markanten Stimmen von Sean Reeves und Kevin Sheahan. Die fünfköpfige Formation wird mit Sicherheit für das nötige Gänsehaut-Gefühl und das traditionelle Irish-Folk-Feeling sorgen.

Celtic Rock vom feinsten bieten dann die Jungs der ”Connemara Stone Company”. Folk-Rock-Klänge a la Fiddlers Green, Paddy goes to Holyhead u.a. lassen grüßen, wenn sich irischer und schottischer Folk mit dem Geist der Neuzeit paaren. Seit 1995 sind die fünf Musiker erfolgreich in Deutschland unterwegs.

Der irische Tanz darf natürlich an so einem Abend nicht fehlen. Eine separate Bühne garantiert deshalb den freien Blick auf die Tänzer der ”Celtic & American Dance Troupe”, die schon 2001 den Saal zum Kochen brachten. -jam

Titel: Irish Folk Festival
Ort: Stimberghalle
Stadt: Oer-Erkenschwick
Termin: 20.04.2002
Karten: RZ-, MZ-, BZ-, SZ-Ticket
Hotline: 0209 - 3600152

Quelle: Stimberg Zeitung