Archive for the ‘Aktuelles’ Category

Busfahrkarten jetzt per Mausklick ordern

Mittwoch, Juli 16th, 2008

VESTISCHE: Einzigartiges Internetportal

Mit einem neuen Internet-Portal wollen die heimischen Verkehrsverbünde ihren Ticketverkauf revolutionieren.

VON THOMAS BARTEL

Unter der Adresse „www.bus-und-bahn.de” kann der Kunde ab sofort gültige Fahrausweise per Mausklick kaufen und ausdrucken. Dies gilt für das Tages Ticket ebenso wie für das 7TageTicket, das Ticket 2000neu oder das Ticket1000. Natürlich werden auch individuelle Fahrplanauskünfte erteilt. .

Hinter dem neuen Internetauftritt, der gestern in Bochum vorgestellt wurde, stehen die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG, die Dortmunder Stadtwerke, die Straßenbahn Herne-Castrop-Rauxel sowie die Vestische. Diese vier Verkehrsunternehmen hatten sich vor zwei Jahren zur Kooperation „Östliches Ruhrgebiet” zusammengeschlossen, um Qualitätsverbesserungen im Nahverkehr voranzutreiben und kostengünstiger Busse und Bahnen zu warten und zu bestellen. Die als einzigartig gepriesene Tickettechnologie wurde übrigens bereits mit dem Deutschen Internetpreis und mit dem ÖPNV-Innovationspreis ausgezeichnet.

www.bus-und-bahn.de

Quelle: Waltroper Zeitung

Miserables Marketing

Mittwoch, Juli 16th, 2008

TOURISMUS: Grüne kritisieren Internet-Auftritt des Landes
Die Tourismusbranche in NRW verschläft nach Ansicht der Grünen das Internet-Zeitalter.

Die Fremdenverkehrsregionen nutzten den elektronischen Vertriebsweg zu wenig, um neue Gäste zu gewinnen, kritisierte gestern Fraktionsvize Reiner Priggen. ”Langjährige Bindungen von Kurgästen an Kurschatten und Kurorte” reichten nicht mehr aus.

Die Grünen hatten sich die Internetauftritte aller 420 Städte, Gemeinden und Kreise in NRW angesehen und waren dabei zum Gesamturteil ”gerade noch befriedigend” gekommen. Zwar seien 94 Prozent aller Kommunen im Internet vertreten, doch bei vielen gebe es eklatante Schwächen. Kritik übten die Grünen vor allem an der zentralen Internetseite des Landes. Von dort gelange man nur nach aufwendiger Suche zu Hotelangeboten und touristischen Highlights. Bayern und Berlin, Hamburg und Bremen machten es viel besser.

Vor allem ausländische Gäste würden im Internet schlecht bedient. Nur acht Prozent der NRW-Seiten seien mehrsprachig. Regional gebe es beim Internetauftritt extreme Unterschiede. Als bestes Angebot stellten die Grünen die Seiten der Stadt Köln heraus. Das Ruhrgebiet biete da gegen Firlefanz statt handfester Informationen.

Die FDP forderte eine Tourismusoffensive. Der Tourismus sei ein herausragender Wirtschaftsfaktor, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfrakton, Gerhard Papke. ”Dass seine Potenziale bei weitem noch nicht genutzt werden, liegt nicht zuletzt am miserablen Standortmarketing.”

Die Tourismusbranche blickt dennoch auf eine gute Sommersaison zurück: Erstmals seit 1992 seien in NRW wieder mehr als zehn Millionen Übernachtungen gezählt worden, berichtete das Landespresseamt. -Inw

Quelle: Waltroper Zeitung

Schreckliches Blutbad - Häftling schnitt JVA-Chef Kehle durch

Mittwoch, Juli 16th, 2008

Dann rammte Täter sich das Messer ins Herz

exp Uelzen - Sie wollten ihn zur Rede stellen, weil er einen Mithäftling verprügelt haben soll. Da drehte Wieland Beust (31) durch…

Das schreckliche Blutbad: Gestern um 11.40 Uhr in der Küche des Uelzener Gefängnisses (300 Häftlinge): Eckhard B. (41), stellvertretender Leiter der JVA, will die Prügel-Vorwürfe gegen Wieland Beust klären. Bei ihm: eine Sozialarbeiterin (34) und zwei Vollzugsbeamte. Sie rufen Wieland Beust zu sich ins Büro der Gefängnis-Küche.

Plötzlich zieht der Häftling das Messer aus der Tasche. Ein ganz normales Brotmesser, das in der Küche herum lag. Blitzschnell schneidet Wieland Beust dem Vize-Anstaltschef damit die Kehle durch. Ohne Vorwarnung.

Dann geht er mit dem Messer auf die anderen drei JVA-Mitarbeiter los, verletzt alle drei schwer. Um das Leben der Sozialarbeiterin kämpfen die Ärzte des Uelzener Krankenhauses.

Der Lüneburger Oberstaatsanwalt Jürgen Wigger: “Ein furchtbares Gemetzel. Zum Schluss rammte sich der Täter das Küchenmesser selbst ins Herz. Er war sofort tot.”

Der Täter: Wieland Beust stammte aus Salzgitter. Ein Polizist: “Er galt als Schläger. Im Fitness-Studio seines Vaters trainierte er sich dicke Muskelpakete an, war vor ein paar Jahren mal deutscher Vize-Meister im Kickboxen. Er trieb sich im Hildesheimer Rotlichtmilieu herum und fuhr im aufgemotzten Mercedes durch die Gegend.” Auch Ebby Thust, der Box-Promoter, der Steffi Grafs Vater erpresste, gehörte zu Wieland Beusts Bekannten. Seine erste Bluttat vor zwei Jahren: Er erschoss den Freund (26) einer Prostituierten, ballerte seinem Opfer eiskalt von hinten durch den Auto-Sitz in den Rücken. Offenbar ein Racheakt in Zuhälterkreisen. Dafür wurde Wieland Beust zu acht Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Sein Opfer: Eckhard B. machte sich stark für die Wiedereingliederung der Häftlinge ins normale Leben. Ute Draschba vom niedersächsischen Justizministerium: “Er galt als fair. Dafür war er bei den meisten Häftlingen sehr beliebt. Unfassbar, dass ein so netter Kollege sterben musste. Mir tun vor allem seine beiden kleinen Kinder leid.”

Flut-Sondermarke

Mittwoch, Juli 16th, 2008

Wer klebt, der hilft

Zehn Millionen Exemplare sollen Not lindern

Mönchengladbach (ba.-). “Bei uns laufen die Maschinen auf höchsten Touren”, sagt Momme Martin Christians, Prokurist beim Tiefdruck-Spezialisten Schwann-Bagel in Mönchengladbach-Neuwerk. Die Neuwerker stellen seit Tagen - Auflage zehn Millionen Stück - die Sonderbriefmarke der Deutschen Post World Net her, deren Teilerlös den Elbe-Hochwasser-Opfern zu Gute kommt.

Ab 30. August soll die “Blau-Grüne” in den Postfilialen angeboten werden. Gestern stellten Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) und Post-Chef Klaus Zumwinkel die 56-Cent-Brief-marke vor. Sie wird für einen Euro verkauft. Die 44 Cent Zuschlag gehen an die Hochwasser-Geschädigten, wie Zumwinkel versicherte. Das Post-Unternehmen hat nach eigenen Angaben am selben Tag 1,5 Millionen Euro als Vorschuss auf die erwarteten Erlöse aus der Marke sowie weitere 1,5 Millionen Euro als Spende an die Betroffenen gezahlt.

Die Herausgabe der Sonderbriefmarke hatte das Bundeskabinett in der vergangenen Woche beschlossen. Um Zeit zu sparen, wurde nach Angaben des Finanzministeriums für die Sondermarke ein bereits vorhandenes Postwertzeichen aus der Serie ?Für den Umweltschutz” von 1998 verwendet.

Christians: “Bei uns wird in bis zu drei Schichten gedruckt, damit wir den Termin einhalten können.” Erste Bögen wurden bereits ausgeliefert. Die Briefmarke wird allerdings mehrfarbig auf Offset-Druckmaschinen hergestellt. Schwann-Bagel hat schon so manche Post-Marke hergestellt.

Quelle: WZ

Neue Postgebühren

Mittwoch, Juli 16th, 2008

Auch Nachsendungen nicht mehr kostenlos

Düsseldorf (AFP). Die Deutsche Post will für Nachsendungen und für postlagernde Briefe und Pakete künftig Geld verlangen. Dies kündigte Post-Finanzvorstand Edgar Ernst gestern in einem Interview mit der “Wirtschaftswoche” an.

Über Preise zu den gegenwärtig kostenlosen Dienstleistungen machte Ernst demnach keine Angaben. Insgesamt verspreche sich das Unternehmen aber Mehreinnahmen im zweistelligen Millionenbereich. Bislang haben Post-Kunden in Deutschland die Möglichkeit, ihre Sendungen etwa zur Urlaubszeit bis zu zwei Monate in einer Post-Filiale kostenlos sammeln zu lassen. Kann der Briefträger eine Sendung an einem Tag nicht zustellen, werden diese bis zu sieben Tage kostenlos in der nächsten Postfiliale aufgehoben.

Als Grund für die Abschaffung des Gratis-Dienstes nannte Ernst die von der Bonner Regulierungsbehörde verlangte Senkung des Briefportos vom Jahr 2003 an. Diese beschere der Post Mindereinnahmen von 300 Millionen Euro pro Jahr, sagte der Finanzvorstand dem Magazin. Um Kosten zu sparen, wolle das Unternehmen zudem “einige Zehntausend” seiner 140 000 Briefkästen abbauen. Außerdem könnten bis zu 10 000 Stellen im Briefdienst abgebaut werden

Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) hat die Gebührenerhöhungen und den Stellenabbau als “unangemessen” zurückgewiesen. Kritik kam auch von den Verbraucherverbänden.

Der 1. Juli bringt neue Gesetze und Regelungen

Mittwoch, Juli 16th, 2008

Mehr Geld für Rentner / Altautos gehen zurück

Berlin (ddp/dpa). Zum 1.Juli treten in Deutschland eine Reihe von Gesetzesänderungen in Kraft. Nachfolgend ein Überblick über wichtige Neuregelungen:

1. Renten: Die Renten steigen in den alten Bundesländern um 2,16 Prozent und in den neuen Bundesländern um 2,89 Prozent. Für eine Standardrente, der 45 Jahre Versicherungsjahre mit Durchschnittverdienst zugrunde liegen, bedeutet dies ein Plus auf 1164 Euro im Westen und 1022 Euro im Osten.

2. Kindererziehungsgeld: Für jedes Kindererziehungsjahr bekommen Rentnerinnen monatlich 25,86 Euro (bisher: 25,31Euro) in den alten Ländern und 22,70 Euro (bisher: 22,06 Euro) in den neuen Ländern. Es gelten zugleich neue Renten-Freibeträge bei Tod eines Partners sowie für die Zahl der Kinder.

3.  Renten der Kriegsopferversorgung: Entsprechend der Erhöhung der Renten steigen die Renten der Kriegsopfer und der nach dem sozialen Entschädigungsrecht weiteren Berechtigten um 2,16 Prozent im Westen. Dies gilt auch für die Beschädigtengrundrenten der Kriegsopfer und Opfer des SED-Regime im Osten, die seit 1999 in der gleichen Höhe wie in den alten Bundesländern gezahlt werden. Für alle weiteren Berechtigten (Kriegshinterbliebene, Gewaltopfer, Wehrdienst- und Zivildienstgeschädigte) erhöhen sich die Rentenleistungen im Osten um 3,01 Prozent.

4.Jugendteilzeithilfe: Mit dem neuen Teilzeit-Förderprogramm “Beschäftigungsbrücke Ost” bekommen arbeitslose Jugendliche vor allem in den neuen Ländern einen Zuschuss der Bundesanstalt für Arbeit von 20 Prozent des Teilzeitlohnes, wenn die Einstellung in Rotation mit einem älteren Mitarbeiter, der in Altersteilzeit geht, einhergeht.

5.  Mutterschutz: Einen Anspruch auf Mutterschutz von mindestens 14 Wochen haben ab sofort auch Arbeitnehmerinnen, deren Kind vor dem berechneten Geburtstermin zur Welt kommt. Die Mutterschutzfristen und andere mutterschutzrechtliche Beschäftigungsverbote zählen bei der Berechnung des Erholungsurlaubs als Beschäftigungszeiten.

6.Arbeitsschutz für Seeleute:
Das Seemannsgesetz wird geändert. Der Acht-Stunden-Tag wird beibehalten. Darüber hinaus wird in besonderen Fällen die Arbeitszeit auf 14 Stunden täglich und auf 72 Stunden wöchentlich begrenzt. Das Mindestalter für eine Beschäftigung in der Seefahrt wird von 15 auf 16 angehoben.

7.  Regelsätze und Grundfreibeträge in der Sozialhilfe: Die Regelsätze in der Sozialhilfe sowie die Grundbeträge steigen um 2,16 Prozent.

8. Contergan-Renten: Personen mit Contergan-Schäden erhalten erstmals seit fünf Jahren höhere Renten. Sie steigen um 4,0 Prozent. Die Betroffenen erhalten ab 2003 ferner mehr Möglichkeiten, die Renten zu kapitalisieren. Das bedeutet, dass sie sich die Rente nicht nur zum Erwerb von Wohneigentum auszahlen lassen können, sondern auch, wenn dies der ?wirtschaftlichen Stärkung” des Wohneigentums dient wie der Schuldentilgung oder der Modernisierung.

9. Altautogesetz: Autobesitzer können ihre schrottreifen Fahrzeuge künftig kostenlos an Hersteller und Importeure zurückgeben. Dies gilt zunächst für Autos, die nach Inkrafttreten des Gesetzes zugelassen wurden. Für schon im Verkehr befindliche Autos ist die kostenlose Rückgabe ab Januar 2007 möglich.

10. Urhebervertragsrecht: Das Gesetz regelt Ansprüche eines Urhebers, wenn er keine angemessene Vergütung erhält. Was in einer Branche angemessen ist, wird in gemeinsamen Vergütungsregeln konkretisiert.

Quelle: WZ, Wuppertal

Deutsche Geiseln im Jemen freigelassen

Mittwoch, Juli 16th, 2008

Bonn/Sanaa - Einen Tag nach einer blutig verlaufenen Geiselbefreiungs-Aktion im Jemen sind am Mittwoch vier entführte Deutsche in dem arabischen Land wohlbehalten auf freien Fuß gesetzt worden.

Die seit dem 6. Dezember festgehaltenen drei Frauen und ein Mann sollen möglichst schnell nach Deutschland ausgeflogen werden, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Bonn, Martin Erdmann. Nach Angaben eines Sprechers der jemenitischen Botschaft in Bonn haben sich die Entführer vom Stamm der Bani Dabian den jemenitischen Sicherheitskräften ergeben.

Die aus Berlin und Völklingen stammenden Touristen waren in einem Gebirgsdorf etwa 80 bis 100 Kilometer von der Hauptstadt Sanaa entfernt gefangen gehalten worden. Mit ihrer Freilassung endete die längste Geiselnahme von Touristen in dem südarabischen Land. Der Aufenthaltsort der Entführten war den Sicherheitskräften bekannt, die die Gegend weiträumig abgesperrt hatten. Bundespräsident Roman Herzog hatte zuvor brieflich an seinen jemenitischen Kollegen Ali Abdallah Saleh appelliert, Leib und Leben der Deutschen nicht in Gefahr zu bringen und keine gewaltsame Befreiungsaktion zu starten. Dies wurde erneut zugesichert. Nach Bekannt werden des unblutigen Endes des Geiseldramas äußerte Herzog seine große ”Erleichterung“. Außenminister Fischer erklärte, alle Beteiligten hätten mit den Verschleppten und ihren Angehörigen ”gebangt und gehofft”. ”Die Deutsche Botschaft in Sanaa sowie der Krisenstab im Auswärtigen Amt haben unermüdlich an einem glücklichen Ende dieser Entführung gearbeitet”, betonte er.

Am Vortag waren bei einem Befreiungsversuch für 16 britische, amerikanische und australische Geiseln vier der Touristen getötet worden. Bei den Todesopfern handelt es sich um drei Briten und einen Australier. Die zwölf anderen Geiseln wurden gerettet. Auch London hatte den Jemen ausdrücklich gebeten, von militärischen Aktionen abzusehen. Bei den Kidnappern, die die westliche Touristen-Gruppe in der südlichen Provinz Abyan überfallen und verschleppt hatten, handelte es sich nach jemenitischer Darstellung um islamitische Extremisten. Die britische Regierung hat eine vollständige Aufklärung der Umstände der Aktion verlangt.

Die Bani Dabian hatten als Gegenleistung für die Freilassung der Deutschen unter anderem ein hohes Lösegeld und Regierungsjobs für ihre Stammesmitglieder verlangt. Sie richteten ihre Forderungen an die jemenitische Regierung, die sie jedoch von Anfang an ablehnte. Statt dessen bot Sanaa an, im Falle der Festnahme der Entführer auf die Vollstreckung der Todesstrafe zu verzichten, die auf Menschenraub steht. Zunächst war nicht bekannt, ob die Regierung schließlich doch noch auf eine oder mehrere Forderungen eingegangen ist.

Neues Gesetz für den letzten Gang

Mittwoch, Juli 16th, 2008

Bestatter kritisieren Entwurf des Ministeriums

Von Frank Uferkamp

Düsseldorf. Die NRW-Landesregierung will noch in diesem Jahr ein neues Bestattungsgesetz auf den Weg bringen. Gesundheitsministerin Birgit Fischer (SPD) stellte gestern vor der SPD-Fraktion Eckpunkte einer Neuregelung vor, die bestehende Verordnungen, die teilweise aus dem Jahr 1937 stammen, reformieren und vor allem bündeln sollen. Bislang fehlt es an einem eigenen Gesetz. Einige Kernpunkte:

Urnen sollen für eine befristete Zeit von den Hinterbliebenen mit nach Hause genommen werden.

Eltern soll gesetzlich das Recht auf die Bestattung von Tot- und Fehlgeburten eingeräumt werden.

So genannte “Friedwälder” sollen eingerichtet werden. Dort könnte die Asche verstorbener verstreut werden.

Krematorien dürfen künftig auch von Privaten betrieben werden, allerdings müssen Kommunen an den Betreibergesellschaften beteiligt werden.

Überhaupt soll laut Fischer das neue Gesetz nur einen Rahmen darstellen, das von den Kommunen ausgestaltet werden muss. Die Bestattungsunternehmen reagieren zurückhaltend auf den Gesetzentwurf. ?Wir begrüßen, dass Frau Fischer das Thema nach jahrelangen Diskussionen anpackt. Andere Bundesländer haben solche Gesetze längst”, sagte Rolf Lichtner, Geschäftsführer des Verbandes deutscher Bestatter. Aber er benennt auch die Mängel aus seiner Sicht. Die Möglichkeiten zur Privatisierung seien nicht weit reichend genug, nach den Vorstellungen des Verbandes sollten nicht nur Krematorien gänzlich, sondern auch Friedhöfe von Firmen betrieben werden können. “Wie etwa in Holland”, so Lichtner.

Zudem stört es die Bestatter, dass in dem ganzen Gesetzentwurf das Wort “Sarg” nicht vorkommt. Das sei zwar ein Entgegenkommen gegenüber den Moslems, “aber das hafte man auch mit Ausnahmeregelungen hinbekommen, ohne vom deutschen Standard des Sargs abzuweichen”, sagte Lichtner und verweist auf entsprechende Gesetze in Berlin und Hamburg.

Noch besteht Zeit zum Nachbessern. Vor der Verabschiedung im Landtag wird es eine Anhörung mit den Bestattern, Kirchen und Kommunen geben.

Quelle: WZ

Banken in NRW drehen Firmen den Geldhahn zu

Mittwoch, Juli 16th, 2008

DÜSSELDORF: Schwanhold kritisiert strenge Kreditvergabe

Die Banken in Nordrheinwestfalen drehen nach Angaben von Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold (SPD) immer mehr mittelständischen Unternehmen den Geldhahn zu.
VON JOCHEN JURETTKO

Obwohl die Banken voraussichtlich erst im Jahr 2006 mit ”Basel II” zu deutlich strengeren Kreditvergaben verpflichtet würden, hätten sie bereits jetzt einen äußerst restriktiven Kurs bei der Bereitstellung von Investitionsmitteln eingeschlagen, beklagte Schwanhold in Düsseldorf.

Der Minister kritisierte die ”Abruptheit”, mit der die Banken die Änderung ihrer Geschäftspolitik zur Steigerung der Ertragslage betrieben. Von einigen würden kaum noch Kredite an kleinere und mittlere Unternehmen vergeben. Das führe nach seinen Feststellungen auch zu einer Verunsicherung bei den Sparkassen. Es sei ein ”Vakuum” bei der Kreditfinanzierung entstanden. Der Staat könne aber nicht die Funktion der Geldinstitute übernehmen, so Schwanhold.

500 000 Betriebe sind betroffen

Nach seinen Schätzungen werden mindestens 500 000 der derzeit 800000 mittelständischen Betriebe in NRW von den künftigen Kreditfinanzierungs-Beschränkungen betroffen. Obwohl zahlreiche von ihnen in der Zukunft ”potenzielle Arbeitslose” würden, beschäftigten sich bislang nur etwa fünfzig Prozent der Unternehmen mit den Folgen von ”Basel II”.

Unter diesem Stichwort entwirft der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, in dem die Notenbank-Gouverneure der wichtigsten Industrieländer vertreten sind, neue Vorschriften zum Eigenkapital der Banken. Kernpunkte sind die international standardisierte Bonitätsbewertung des einzelnen Kunden und die auf dieser Basis dann erfolgenden differenzierten Kreditkonditionen.

Während die Banken damit ihre Kreditrisiken minimieren, steigen gleichzeitig die Kreditkosten für höhere Risiken. Da viele mittelständischen Betriebe jedoch meist mit geringem Eigenkapital ausgestattet sind, werden sie nach deren Befürchtungen deutlich höhere Zinsen zahlen müssen.

Die Mittelständler würden künftig eine ”Palette von Finanzierungsmöglichkeiten” nutzen müssen, betonte Schwanhold. Dazu zählten u.a. Haftungsfreistellungs- und Bürgschaftsinstrumente. Auch sei eine Aufstockung des Eigenkapitals erforderlich, um verstärkt Investitionen aus Eigenmittel tätigen zu können.

Ruf nach mehr Transparenz

Schließlich sollten die Unternehmer ihre ”Herr-im-Haus-Mentalität” aufgeben und ihre Geschäftspolitik transparent machen. Der Minister versicherte, dass die Sicherung der künftigen Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen ein zentrales Thema der Mittelstandspolitik der Regierung darstelle.

Während andere Bundesländer längst Instrumente einer sachgerechten Mittelstandsfinanzierung geschaffen hätten, erschöpfe sich NRW in Prüfaufträgen und Versprechungen für die Zukunft, kritisierte der CDU-Wirtschaftsexperte Christian Weisbrich. Und während die Landesregierung den Eigenkapital-Mangel im Mittelstand beklage, unternehme sie in Berlin nichts, um die steuerliche Diskriminierung der Personengesellschaften unverzüglich zu beenden.

Quelle: Stimberg Zeitung

Verfassungsgericht: So viel ist eine Hausfrau wert

Mittwoch, Juli 16th, 2008

So viel ist eine Hausfrau wert

Von LARS TERLINDEN

Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts (BVG) in Karlsruhe.

Karlsruhe - Er macht Karriere, sie kümmert sich um Kind und Kegel. Und wenn die Ehe in die Brüche geht, guckt sie finanziell in die Röhre. Denn Hausarbeit ist keinen Pfennig wert.

Diese Ungerechtigkeit im Scheidungsrecht gehört jetzt endgültig der Vergangenheit an. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschied (Az: 1 BVR 105/95): Kindererziehung und Berufstätigkeit sind ”gleichwertig” anzusehen.

”Ein Quantensprung für die Frauen”, so die Anwältin Elisabeth Heine aus Wilhelmshaven. Fachbuchautorin Barbara Schiebel: ”Eine echte Revolution.”

Die Vorgeschichte: Schon im letzten Juni hatte der Bundesgerichtshof (BGH) die alte Rechtssprechung, nach der Frauen für Hausarbeit im Prinzip kein Pfennig zustand, korrigiert. Jetzt bestätigte das oberste Gericht Deutschlands die neue Rechtslage.

So viel ist Hausarbeit wert: Wenn der Mann beispielsweise 3000 Euro monatlich verdient und seine geschiedene Frau 1000 Euro, bekam sie bisher in der Regel drei Siebtel vom Gehalt des Mannes.

Und dann wurde ihr eigener Verdient abgezogen. Macht im Rechenbeispiel 286 Euro Unterhalt. Nach dem neuen Urteil bekommt sie jetzt monatlich 857 Euro Unterhalt - 571 Euro, also fast das Dreifache!

Denn jetzt wird die Differenz zwischen beiden Einkommen ermittelt (3000-1000=2000 Euro), Davon stehen der Frau drei Siebtel zu - und ihr eigener Verdienst fließt in die Berechnung nicht mehr ein.

Pech aber haben Frauen, die sich auch nach der Scheidung weiter nur im Kind und Haushalt kümmern können. Sie bekommen weiterhin etwa 40 bis 44 Prozent vom Netto-Gehalt des Ex-Gatten als Unterhalt.

Quelle: www.express.de

WAZ.de zeigt neues Gesicht

Mittwoch, Juli 16th, 2008

Design der Internet-Seite orientiert sich an der gedruckten Zeitung

WAZ Essen. Ein neues Gesicht für WAZ.de: Ab heute präsentiert sich das kostenlose Internet-Angebot der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung im neuen Design - im Erscheinungsbild stärker an der gedruckten Ausgabe der Zeitung orientiert, dazu übersichtlicher, schneller und umfangreicher als bisher. Ständig aktualisiert finden Sie nun auf unserer Startseite die wichtigsten Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Vermischtem. Dazu natürlich auch die Berichte unserer Redakteure und Korrespondenten.

Der schnelle Wechsel in eine der 33 WAZ-Stadtausgaben ist von der Startseite aus nur einen Klick entfernt. Hier finden Sie die wichtigsten Lokal- und Sportinformationen aus Ihrer Heimatstadt. Eine praktische Ergänzung im lokalen Angebot: der ”Kinosucher fürs Ruhrgebiet” und der ”Restaurant-Führer”, die beide schnelle Informationen für die Abendgestaltung liefern.

Jetzt noch stärker

WAZ.de wird ständig weiter ausgebaut

WAZ Essen. Vieles wurde bei der Neugestaltung von WAZ.de verbessert, viele der bisherigen starken Angebote stehen weiterhin zur Verfügung:

Das Online-Archiv der WAZ mit dem WAZ-Mantel ab April 1997, der Stadtausgabe Essen ab Januar 1997 und allen weiteren Stadtausgaben ab Januar 1999.

Unser Sport-Ergebnisdienst - mit über 3000 Tabellen das umfangreichste Tabellenangebot im Revier. Hier finden Sie alle Ergebnisse von der Bundesliga bis zur Freizeit- und Hobbyliga.

Unser Finanzservice, der Ihnen neben einem Lohnsteuerrechner zahlreiche Tarife und Versicherungsvergleiche anbietet.

Ein umfangreicher Ratgeber mit Berichten und vielen Tipps u.a. aus den Bereichen Computer, Auto & Verkehr, Technik & Telekommunikation, Bauen & Wohnen, Garten & Umwelt.

Postkarten-, Abo-Service, Lesershop und viele weitere nützliche Dienste.

Im Bereich Anzeigen und Märkte finden Sie den Immobilien- und Stellenmarkt.

In den kommenden Wochen und Monaten werden wir das Online-Angebot von WAZ.de noch ausbauen. Wie gewohnt werden Themen-Specials angeboten, es wird Wissens- und andere Gewinnspiele geben, wir werden zu großen Ereignissen ein ”Tagesthema” anbieten und Sie im Sport mit allen Informationen und Ergebnissen versorgen.

Ein Streifzug durch das neu gestaltete WAZ.de lohnt sich.

Quelle: WAZ vom 05.02.2002

Fehler müssen gemacht werden

Mittwoch, Juli 16th, 2008

HAUSAUFGABEN: Mütter und Väter sollten sich in Selbstdisziplin üben

In den ersten beiden Jahren sind Hausaufgaben für die meisten Kinder noch Teil des Abenteuers Schule. Spätestens in der dritten oder vierten Klasse aber finden sich viele Eltern und ihre Sprösslinge in nervenaufreibende Kämpfe um Multiplikation oder Groß- und Kleinschreibung verwickelt.

VON SWANTIE WERNER

In den meisten Fällen bringen die zermürbenden Sitzungen am heimischen Küchentisch keine Besserung. „Eltern sind einfach keine guten Nachhilfelehrer”, lautet das unerbittliche Urteil von Professor Elisabeth Sander, Psychologin an der Universität Koblenz. Das liegt nicht an mangelndem guten Willen und meist auch nicht an mangelndem Wissen: Eltern sind mit ihrem Nachwuchs einfach zu eng verbandelt, als dass sie die nötige Gelassenheit aufbrächten, die für ein gutes Lernklima wichtig ist.

Die wichtigste Regel zum Thema Hausaufgaben klingt zwar einfach, verlangt leistungsorientierten Vätern und Müttern aber eine gehörige Portion Selbstdisziplin ab:

Hilfe gibt es nur, wenn Kinder darum bitten. „Hinter den Hausaufgaben steht ein pädagogisches Konzept”, erinnert Matthias Petzold, Psychologieprofessor an der Universität Düsseldorf. „Kinder sollen die Hausaufgaben selbstständig machen, denn die Ergebnisse geben dem Lehrer wichtige Rückmeldungen über den Leistungsstand der Kinder.”

Wer dem Lehrer ein unverfälschtes Bild vermitteln will, hält sich deshalb auch dann zurück, wenn ihm beim Anblick der fantasievollen Rechtschreibkünste seiner Tochter oder seines Sohnes die Haare zu Berge stehen.

Nicht am frühen Nachmittag lernen

Wenn sie auch nicht den Lehrer ersetzen sollen, so können Eltern ihren Kindern doch durch ihre bloße Anwesenheit im selben Raum die Arbeit erleichtern. Dies gilt laut Petzold besonders für Erst- und Zweitklässler. Auch Kinder, die Schwierigkeiten haben, sich länger zu konzentrieren, lassen sich eher bei der Stange halten, wenn die Mutter sich mit an den Tisch setzt, ergänzt Pädagogikexpertin Elisabeth Sander. Dabei sollte sie Zeitung lesen oder Handarbeiten erledigen.

Die Tageszeit, zu der die Hausaufgaben erledigt werden, beeinflusst das Konzentrationsvermögen der Kinder ebenfalls. Laut Petzold ist der frühe Nachmittag - also der Zeitpunkt, zu dem Millionen von Grundschülern in Deutschland über ihren Aufgaben brüten - am allerschlechtesten geeignet. Der Biorhythmus sei nach dem Mittagessen auf einem Tiefpunkt, im Laufe des Nachmittags oder vor dem Abendessen falle das Lernen leichter.

In der Regel sollten sich Erst- und Zweitklässler nicht länger als eine halbe Stunde konzentrieren müssen, halten die Experten fest. Bei Dritt- und Viertklässlern sollten die Hausaufgaben spätestens nach einer Stunde erledigt sein. Dauert es regelmäßig länger, müsse man nicht gleich am Verstand der Kinder oder an den eigenen Erziehungsleistungen zweifeln. Vielmehr sollte zunächst mit .dem Lehrer gesprochen werden, ob tatsächlich individuelle Lernschwächen bestehen. Gar nicht so selten komme es vor, dass Pädagogen schlicht zu viel Hausaufgaben geben, sagt Professor Petzold.

Quelle: Recklinghäuser Zeitung

Neugieriger Vermieter muss Besuch anmelden

Mittwoch, Juli 16th, 2008

HÖFLICHKEIT: Neugierige Vermieter müssen Besuche in vermieteten Wohnungen vorher anmelden.

Der Vermieter als Eigentümer hat nach einer Entscheidung des Amtsgerichtes Münster vom Februar 2000 zwar ein Besichtigungsrecht. Er muss jedoch das Bedürfnis Interesse des Mieters nach Ruhe berücksichtigen, teilte der Kölner Anwalt-Suchservice mit. Falls es keine „außergewöhnlich krassen Umstände” gebe, könne der Vermieter von seinem Besichtigungsrecht lediglich alle zwei Jahre Gebrauch machen. —dpa

-Amtsgericht Münster Aktenzeichen: 28 C 6492/99

Quelle: Recklinghäuser Zeitung

Schneckentempo beklagt

Mittwoch, Juli 16th, 2008

Studie belegt: Briefe der Deutschen Post sind oft länger als einen Tag unterwegs

Schneckentempo trotz Börsengangs: Wer seine Briefe bei der Post am späten Nachmittag oder Abend einwirft, hat nach einer Studie nur begrenzte Chancen, dass sie am nächsten Tag zugestellt werden.

Nach einer am Mittwoch von privaten Postkonkurrenten in Berlin vorgestellten repräsentativen Untersuchung kommt nur jeder zweite nach 17 Uhr bei der Deutschen Post AG abgegebene Brief am Tag darauf an.

Höher sei die Quote mit knapp 85 Prozent zwischen 15 und 16 Uhr. Zwischen 16 und 17 Uhr liege sie bei 72 Prozent.

Die Post hatte bereits am Dienstag darauf hingewiesen, dass sie innerhalb Deutschlands auf den ganzen Tag gerechnet 95 von 100 Briefen am kommenden Tag befördert.

Die privaten Post-Konkurrenten, die die jüngst bis 2007 beschlossene Verlängerung des Postmonopols auf Briefzustellungen bis 200 Gramm immer noch heftig kritisieren, wollen mit der bereits am Wochenende in Teilen bekannt gewordenen Studie Argumente für Gerichtsverfahren gegen die Deutsche Post sammeln. Viele der Kurierdienste bieten die Lieferung von Geschäftsbriefen mit garantierter Zustellung am Folgetag als so genannte Mehrwertleistung an. Die Deutsche Post hat dagegen geklagt. —dpa

Quelle: Recklinghäuser Zeitung

Bundeswehr-Tornados überwachen die Bahnstrecken

Mittwoch, Juli 16th, 2008

Erhöhte Vorsicht zwischen Hannover und Berlin - Sonderkommission ermittelt

Hamburg - Nach der Serie von Anschlägen auf die Bahn sind die Sicherheitsmaßnahmen auf der ICE-Strecke Berlin-Hannover voll angelaufen. “Wir tun, was möglich ist”, sagte ein Beamter des Bundesgrenzschutzes am Montag. Er bestätigte, dass alle Schnellbahnstrecken im Bereich Hannover bereits mit Bundeswehr-Tornados überwacht würden. Außerdem kämen Hubschrauber mit Nacht- und Wärmesichtgeräten zum Einsatz. Die Anzahl der Einsatzkräfte sei verstärkt worden, um sämtliche Strecken in diesem Bereich zu überwachen.

Zur Aufklärung der Anschläge auf den Schienenverkehr und der Erpressung der Deutschen Bahn hat auch die Polizeidirektion in Stendal eine Sonderkommission gebildet. Sie sei für die gesamte ICE-Strecke Berlin-Hannover in Sachsen-Anhalt zuständig, sagte ein Polizeisprecher. Die Stendaler Soko arbeitet eng mit dem Bundesgrenzschutz (BGS) zusammen. “Der BGS sichert die Anlagen, wir ermitteln”, sagte der Beamte. Die Soko unterstehe direkt dem Bundeskriminalamt, das seit vergangenem Freitag federführend bei den Ermittlungen um die Erpressung sei.

Die Gewerkschaft der Eisenbahner (GdED) hat die Bahn unterdessen wegen ihres Umgangs mit der Anschlagserie kritisiert. Der GdED-Vorsitzende Rudi Schäfer warf dem Unternehmen vor, die Erpresser nicht ernst genug genommen zu haben.
Er monierte, dass er erst Freitag über die Erpressung informiert wurde.

Bereits am Sonntag war bekannt geworden, dass bundesweit alle Hauptstrecken mit Hubschraubern überwacht werden. ICE-Loks sind zum Teil mit Bundesgrenzschutz-Beamten besetzt, die die Gleisanlagen mit Nachtsichtgeräten beobachten. Die Zeitung “Bild am Sonntag” hatte berichtet, die Zahl der Vorfälle sei weit höher als bisher bekannt. Seit September habe es allein an der Strecke Berlin-Hannover zehn Sabotageakte gegeben. Das Bundeskabinett beschloss deshalb intensivere Sicherheitsmaßnahmen.

Unbekannte Täter erpressen die Bahn AG seit Wochen. Sie fordern zehn Millionen Mark. Die Erpresser, die sich “Freunde der Eisenbahn” nennen, hatten in vier Briefen damit gedroht, Gleise zu beschädigen. Bei den Anschlägen entstand bislang ein Millionenschaden, Menschen wurden jedoch nicht verletzt.

Spektakuläre Bahnanschläge in Deutschland 

Hamburg - Bahnanschläge in Deutschland haben in der Vergangenheit zum Teil hohe Sachschäden angerichtet. Mindestens sieben Menschen starben, bei mehreren Attentaten wurden Menschen verletzt.

Ziele der Anschläge waren Züge, Gleisanlagen oder andere Bahneinrichtungen wie Schließfächer. Viele Sabotageakte wurden aus reinem Mutwillen verübt, andere in Erpressungsabsicht oder aus Protest etwa gegen das US-Militär oder Atomanlagen. Einer im Juni 1998 bekannt gewordenen Liste des Bundesinnenministeriums zufolge gab es im vergangenen Jahr 68 (1996: 85) gefährliche Eingriffe in den Schienenverkehr. Eine Auswahl der spektakulärsten Fälle aus den vergangenen Jahrzehnten:

17. Februar 1962: Bei Isenbüttel auf der Strecke Gifhorn-Braunschweig wird ein Schienenbus durch auf die Schienen gelegte Steine zum Entgleisen gebracht. Drei Menschen sterben, 25 werden verletzt.

März bis Juni 1962: In Hamburg und Umgebung wird eine Serie von Anschlägen auf Züge und Bahneinrichtungen verübt, von Steinwürfen bis zur Blockierung von Signalen und Schranken. Mehrere Reisende werden verletzt.

17. September 1966: Mit auf die Schienen gelegten Schottersteinen bringen Kinder bei Bensheim einen aus Worms kommenden Schienenbus zum Entgleisen. Der Zug stürzt acht Meter tief. Ein Mensch kommt ums Leben, 15 werden verletzt.

16. Oktober 1968: Bei Kaiserslautern wird der Schnellzug Frankfurt- Paris durch eine verstellte Weiche zum Entgleisen gebracht. Ein Reisender wird getötet, 26 verletzt.

Mai 1973: In der Nähe von Beckum/Westfalen wird am 4. Mai ein Zug beschossen, in Göttingen am 11. Mai ein Bahnwärter durch Schüsse lebensgefährlich verletzt. In einem Erpresserbrief fordern die Täter fünf Millionen Mark von der Bundesbahn. Zwei Bundeswehrsoldaten werden festgenommen und zu zwölf und fünf Jahren Haft verurteilt.

16. September 1976: Auf der Strecke Königstein/Taunus-Frankfurt-Höchst entgleist ein Kleinbahn-Triebwagen, nachdem er auf Steine und Baumaterial auf den Schienen aufgefahren war. Obwohl der Wagen eine acht Meter tiefe Böschung hinabstürzt, wird niemand verletzt.

17. Oktober 1977: Ein unbekannter «Monsieur X» verübt einen Anschlag auf den Italia-Express Kopenhagen-Rom bei Emmendingen/Baden, der 23 Verletzte fordert. Auf das Konto des Erpressers gehen bereits zwölf Anschläge, bei denen Sachschäden von rund fünf Millionen Mark entstehen. Im Februar 1978 wird ein Freiburger Aquarienbedarfshändler festgenommen und zu lebenslanger Haft verurteilt.

23. August/9. Oktober 1993: Ein unbekannter Erpresser schießt auf einen Eilzug auf der Strecke Minden-Bückeburg und verletzt mehrere Menschen. Nachdem mehrere Versuche der Geldübergabe scheitern, feuert “Charly” in der Nähe von Minden auf einen «Sambazug» der Bundesbahn mit 250 Vergnügungsreisenden. Es wird niemand verletzt.

1994-1996: Mit mindestens sieben Anschlägen auf Bahnanlagen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin versucht ein Arbeitsloser aus Eisenhüttenstadt, von der Bahn AG ein bis zwei Millionen Mark zu erpressen. Ein Personenzug entgleist, Menschen werden nicht verletzt. Im Oktober 1996 wird der Mann in Dannen (Niedersachsen) festgenommen.

18. Dezember 1998: Unbekannte bringen auf der Bahnstrecke Berlin- Stralsund bei Klein Bünzow in Mecklenburg-Vorpommern einen schwedischen Güterzug zum Entgleisen. Es entsteht Millionenschaden. Verletzt wird niemand. Zehn der 16 mit Papierrollen beladenen Waggons springen aus den Schienen und verkeilen sich. An der Unglücksstelle werden zahlreiche gelockerte Schrauben gefunden.

Polizei plant Fest gegen den Hass

Mittwoch, Juli 16th, 2008

RECKLINGHAUSEN: Kreis-GdP wählt Willi Puksic einstimmig

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Kreis RE plant zum 14. Juni, dem Jahrestag der Ermordung dreier Beamter der Kreispolizeibehörde in Waltrop und Dortmund, ein großes Kulturfest in Datteln - ein Fest gegen Hass und rechte Gewalt. Dies gab der gestern ohne Gegenstimme zum neuen GdP-Kreisvorsitzenden gewählte, in Datteln lebende Polizeibeamte Willi Puksic-Hower im Kreishaus bekannt.

VON JOACHIM SCHMIDT

Das Motto des Festes unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Wolfgang Clement: ”Gegen das Vergessen - gegen Hass und Gewalt”. Es ist laut Puksic-Hower eine Mahnung: ”Wir wollen, auch weil der Täter ein Waffennarr der rechten Szene war, zeigen, dass wir der immer weiter fortschreitenden Gewalt und dem Hass in unserer Gesellschaft entgegentreten.”

In seiner engagierten und freimütigen Antrittsrede legte Puksic-Hower den Finger auch auf andere Wunden: Offen sprach der neue GdP-Chef im Beisein von Polizeipräsidentin Ursula Stegelmeyer auch ”das Personalproblem in unserer Behörde” an, forderte erneut von der Landesregierung, offene Stellen zu besetzen: ”Gebt uns endlich das Personal, das uns zusteht!”

Wegen Personalmangel werden nun laut Puksic-Hower ”zum Beispiel in Oer-Erkenschwick und Waltrop die Strukturen des dezentralen Wach- und Wechseldienstes so zerschlagen, dass sich die Frage nach dem Erhalt der Wachen in der jetzigen Form nicht mehr stellen wird”.

Der GdP-Chef erkannte hier aber die Entscheidungshoheit der Polizeipräsidentin an.

Narben hat auch die vermeintliche ”Barfuss-Affäre” um sechs Oer-Erkenschwicker Beamte hinterlassen. Diese waren teils nach langer U-Haft im November vom Vorwurf der Bestechlichkeit freigesprochen worden (wir berichteten). Puksic-Hower warnte den Staatsanwalt und ”Korruptionsjäger” Hans-Joachim Koch: ”So geht man nicht mit Polizeibeamten um!”

Als Stellvertreter des neuen Chefs wurden Polizei-Urgestein und Personalratschef Jürgen Schütze sowie Bernd Höckenfeld und Franz Wisniewski gewählt; von ihnen erhielt ”der Neue” einen Besen als Antrittsgeschenk.

Quelle: Waltroper Zeitung

Chip spürt Mikro-Krebszellen auf

Mittwoch, Juli 16th, 2008

HILLERHEIDE: Institut für Molekulare Nanotechnologie entwickelt Weltneuheit

Wenn ein Mensch an Krebs erkrankt, hatte die Medizin bisher nur die Möglichkeit, eine großflächig angelegte Strahlen- oder Chemotherapie zu verordnen, um quasi mit der ”Keule” auf mögliche, winzige Tumore einzuwirken, die bei einem ungehinderten Wachstum zu neuen, gefährlichen Metastasen heranwachsen.

Dies wird sich nun grundlegend ändern. Zukünftig erlaubt eine neue Diagnose-Methode, entwickelt von Professor Dr. Michael Giesing und seinen Mitarbeitern im Hillerheider Institut für Molekulare Nanotechnologie, eine präzise Ortung und qualitative Analyse so genannter ”Mikro-Tumore”, die lange Zeit im Körper vagabundieren, bevor sie zu ausgewachsenen Geschwulsten werden.

Mit Hilfe eines Gen-Sticks, der per Laser in der Lage ist, einzelne Teilstücke des menschlichen Erbgutes auf ihre Veränderungen hin zu analysieren, können Krebsgene extrahiert und eingefangen werden. Die so gewonnenen Werte sind in den Händen erfahrener Analytiker Gold wert, besteht doch so eine Möglichkeit, bei der Krebs-Therapie klare Aussagen zu machen, welche Medikamente in welchem Umfang eingesetzt werden müssen, um ein streuen der Krankheit zu verhindern. Und dies alles relativ zeitnah, denn die Ergebnisse des Gen-Sticks liegen bereits nach zwei bis drei Tagen vor.

Zurzeit befinden sich die Sticks in der klinischen Erprobung, die das Hillerheider Unternehmen in Verbindung mit den bedeutendsten Krebs-Zentren Europas durchführt. Die bisher gewonnenen Ergebnisse belegen aber eindeutig, dass hier ein großer Schritt getan wurde, um die Volkskrankheit ”Krebs” zukünftig erheblich gezielter therapieren zu können.

Deshalb gibt es auch Gespräche mit Pharma-Unternehmen zur Einrichtung einer Serien-Produktion der Sticks, die zunächst einmal mit hohen Investitionskosten verbunden ist.

Ob und in welchem Umfang dann zukünftig in Recklinghausen eine solche Fertigung in großem Umfang eingerichtet wird, bleibt abzuwarten. Die Verhandlungen laufen noch. -sek

Quelle: Recklinghäuser Zeitung

Spende über 10.000 DM für tumorkranke Kinder

Mittwoch, Juli 16th, 2008

KINDERKLINIK: Thiemann GmbH unterstützt Elterninitiative.

Eine Spende in Höhe von 10.000 DM hat gestern die Waltroper Firma Thiemann Arzneimittel GmbH in der Vestischen Kinderklinik überreicht. Damit wurde ein wesentlicher Beitrag zur Unterstützung der Elterninitiative tumorkranker Kinder in Datteln geleistet.

Mit dieser Spende - es ist übrigens nicht die erste - hat das Unternehmen erneut deutlich gemacht, wie ernst es seine soziale und gesellschaftliche Verantwortung für die Menschen in dieser Region nimmt.

Überreicht wurde das Geld vom Medical Director des Unternehmens, Dr. med. Bernd Rieckhof, an den Ärztlichen Direktor der Vestischen Kinderklinik, Prof. Dr. med. Werner Andler.

Besonderer Anlass, sich erneut für einen guten Zweck zu engagieren, war für die Thiemann Arzneimittel GmbH, die sich seit Jahrzehnten mit der Vermarktung und Distribution von Arzneimitteln beschäftigt, das 20jährige Bestehen des Unternehmens.

Das wurde am 19. September mit einem Tag der offenen Tür auf dem Firmengelände in Waltrop gefeiert. Die Gäste waren aufgerufen, mit dem Kauf von Losen und Verzehrbons die gute Sache zu unterstützen. Der auf diese Weise erwirtschaftete Betrag wurde vom Unternehmen auf 10.000 DM aufgestockt.

Die Elterninitiative tumorkranker Kinder der Vestischen Kinderklinik Datteln finanziert aus den ihr zufließenden Spendengeldern unter anderem Mitarbeiter zur psychosozialen und medizinischen Betreuung von krebskranken Kindern und deren betroffenen Familien. Ebenso die Anschaffung medizinischer Geräte und Hilfsmittel sowie die kindgerechte Ausstattung und Gestaltung der Station.

(Quelle: Waltroper Zeitung vom 16.12.98 (-has)