Archive for the ‘Aus der Region’ Category

Neuer Besucherrekord im Alten Schiffshebewerk

Donnerstag, September 11th, 2008

WALTROP: Pädagogische Programme besonders begehrt

Das Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop vermeldet für das vergangene Jahr einen Besucherrekord. Genau 92 334 Gäste passierten die Eingangstore - rund fünf Prozent mehr als im Jahr 2000.

Neben den Einzelbesuchern ließen sich viele Familien, Schulklassen und Betriebsgruppen von der Faszination einfangen, die von Industriegeschichte, historischen Schiffen, schwimmenden Arbeitsgeräten und vom Hebewerk selbst ausgehe, berichtete Museumsleiter Herbert Niewerth.

Das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg ist einer von acht Standorten des Westfälischen Industriemuseums in der Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Nach Angaben Niewerths, der sich auf eine Umfrage des Kommunalverbandes Ruhrgebiet (KVR) bezog, gehöre Henrichenburg zu den bekanntesten Einrichtungen auf der Route der Industriekultur. Das Alte Schiffshebewerk rangiere direkt hinter den beiden Spitzenreitern Gasometer Oberhausen und Deutsches Bergbaumuseum Bochum.

Einen Spitzenwert, hieß es, verzeichne das Hebewerk auch auf der Beliebtheitsskala:
92 Prozent der befragten Gäste hätten ihren Aufenthalt indem Waltroper Museum als ”Erlebnis” empfunden.Am meisten begehrt waren nach Angaben des Museums die pädagogischen Programme, die speziell für Schulklassen, Kindergartengruppen oder Kindergeburtstage konzipiert sind. Auf große Resonanz seien auch die kostenlosen Sonntagsführungen und die Abendführungen durch das beleuchtete Hebewerk gestoßen.

Für blinde und sehbehinderte Schüler bot das Museum ein besonderes Programm an, bei dem die jugendlichen Besucher mit allen anderen Sinnen das Hebewerk entdecken konnten

Quelle: Stimberg Zeitung

Leuchtturm in der Kulturlandschaft

Donnerstag, September 11th, 2008

TRIENNALE: Ruhrfestspiele kooperieren mit ”Kultur Ruhr”

Der Leiter der neuen Ruhr-Triennale, der Belgier Gerard Mortier, soll auch die Intendanz der Ruhrfestspiele Recklinghausen übernehmen. Die nun doch enge Kooperation des alten und des neuen Kulturfestes im Revier unter einer gemeinsamen künstlerischen Leitung hat gestern Abend der Ruhrfestspiel-Aufsichtsrat beschlossen. Mortier wird damit im August 2003 für ein Jahr die Nachfolge des ausscheidenden Ruhrfestspiel - Leiters Hansgünther Heyme übernehmen. Landes-Kulturminister Michael Vesper (Grüne) unterstrich gestern noch mal die Eigenständigkeit beider Festivals und nannte die Entscheidung einen ”Mehrwert für die Kultur” und Gewinn für beide Partner

Aus vier Punkten setzen sich dabei die Grundsätze der neuen Kooperation zusammen:

l. Durch wechselseitige Zusammenarbeit soll die Realisierung des Triennale Konzeptes im Rahmen der jeweiligen Aufgabenstellung gefördert werden. Dazu soll die herausragende Einbindung der Ruhrfestspiele in das Gesamtkonzept so vorgenommen werden, dass ‘’sowohl eine wandlungsfähige und eigene künstlerische Profilsetzung als auch der originäre kulturelle Auftrag der Festspiele durch Ko-Produktionen mit der Ruhr-Triennale gefördert werden”

.2. Die künstlerische Einbindung in die Triennale und die Profilbildung der Ruhrfestspiele werden durch einen gemeinsamen künstlerischen Leiter vorgenommen. ”Es muss eine Persönlichkeit von internationalem Format und Renommee sein, die in der Regel für einen Drei-Jahres-Zyklus verpflichtet wird”.

3. Für die jeweils im Herbst des zweiten Triennale-Jahres notwendige Wahl eines gemeinsamen künstlerischen Leiters wird eine Findungskommission gebildet, die sich aus dem zuständigen Landesminister und je drei weiteren Mitgliedern zusammensetzt. Wichtig ist dabei, dass die Abstimmung mit dem Ziel der Einstimmigkeit erfolgt. Sollte dies nicht gelingen, muss der Vorschlag mindestens von fünf der sieben Mitglieder getragen werden. Darin muss die Stimme des Vorsitzenden der Findungskommission enthalten sein.

4. Wenn der in der nächsten Woche tagende Aufsichtsrat der Kultur Ruhr GmbH den Grundsätzen ebenfalls zustimmt, sollen die Geschäftsführungen beider Gesellschaften weitere Einzelheiten der Kooperation bis zum Frühjahr 2002 entwickeln.

Insgesamt ein frisch geschnürtes Paket, das zwar noch viele Fragen offen lässt, aber die Position der Gesellschafter auf jeden Fall stärkt und ihnen ein klares Mitspracherecht sichert.

Außerdem eröffnen sich durch die dann bessere Finanzlage Möglichkeiten, aufwändige Produktionen nach Recklinghausen zu holen oder Koproduktionen in Angriff zu nehmen. DGB- Vertreterin Ingrid Sehrbrock: ”. eine Chance, Leuchtturm in der Kulturlandschaft zu bleiben”. Der aufkeimenden Angst, Mortier werde in Doppel bzw. Dreifachfunktion für Triennale, Ruhrfestspiele und eine mögliche neue Aufgabe an der Pariser Bastille-Oper (wir berichteten) arbeiten, tritt Vesper entgegen. ”Ich gehe nicht davon aus.” Schon für 2003 habe Mortier Kooperationen mit Festspielchef Hansgünther Heyme vereinbart.

Für die Ruhrfestspiele des Jahres 2004 zeichnet der Flame dann ganz allein als künstlerische” Leiter verantwortlich. -tib./jam

Quelle: Stimberg Zeitung

Brillante Klaviermusik

Donnerstag, September 11th, 2008

SCHLOSS HORNEBURG: Friedrike Glander und Tilman Wiebe begeistern Gäste

Waren es bei ihrem Debüt im Schloss Horneburg im Oktober 1995 noch das ”Wohltemperierte Klavier” und die Komponisten Johann Sebastian Bach, Mozart und Schumann, so zeigten sich die Pianisten Friederike Glander und Tilman Wiebe am Donnerstagabend von einer anderen Seite.

VON HARTMUT SALLE

Sie intonierten ”Klavier zu vier Händen” beim neunten Benefizkonzert des Fördervereins. Und dabei erklangen Kompositionen von Carl Maria von Weber und Claude Debussy ebenso, wie die Fantasie op. 103 D 940 von Franz Schubert und Antonin Dvoräk ”Aus dem Böhmerwalde op. 68.

Besonders intensiv erlebten die Musikfreunde - von ihnen waren mehr als einhundert gekommen, um sich das erneute Gastspiel der beiden Virtuosen aus Hamburg nicht entgehen zu lassen - die trotz schwieriger Akustik brillant vorgetragene Fantasie von

Schubert. Und es war wieder einmal begeisternd, festzustellen, wie schnell sich die Freude der Musizierenden an der Komposition auf die Zuhörer übertrug.

”Könner am Klavier” hätte man das Konzert titeln können, denn die hatten der Förderverein, seine Vorsitzende Lisa Wegmann, die in ihrer charmanten Art die Gäste begrüßte, und Internatsleiterin Margret Hartmann aufs Schloss eingeladen. Und neben der Virtuosität der Pianisten trug sicherlich auch die Atmosphäre im Konzertsaal zum Wohlbefinden der Gäste und einem rundum gelungenen Konzertabend bei.

Herzlicher Beifall belohnte Tilman Wiebe und Friederike Glander, deren Spiel sich durch ein harmonisches Miteinander ebenso auszeichnete wie durch technische Perfektion. ”Auch dieser Musikabend war wieder ein besonderes Erlebnis”, gaben Gäste ihrer Freude Ausdruck.

Angenehmer Nebeneffekt: eine gute Summe, die wieder in notwendige Arbeiten im und am Schloss einfließen wird.

Quelle: Stimberg Zeitung vom 29.10.2001

Käpt’n Henri kennt sich im Hebewerk gut aus

Donnerstag, September 11th, 2008

WALTROP: Im Industriemuseum ist Ausprobieren erlaubt

Er ist einfach putzig, der dicke Mann mit dem weißen Bart und der roten Nase. Und wenn er statt der blauen Schirmmütze eine rote Kapuze auf dem Kopf hätte, könnte er glatt dem Nikolaus Konkurrenz machen. Aber auch wenn er keine Geschenke bringt, lieben die Kinder ihren Käpt’n Henri. Er erzählt nämlich jede Menge Geschichten rund ums Alte Schiffshebewerk Henrichenburg / in Waltrop und - versprochen - garantiert kein ”Seemannsgarn”.

Kanäle sind Verkehrsverbindung, Arbeitsplatz, Lebensumfeld und Freizeitstätte. All diese Aspekte greift das Westfälische Industriemuseum in der umfangreichen Ausstellung im Alten Schiffshebewerk auf. Kinder und Jugendliche können sich dabei von Käpt’n Henri leiten lassen. Und sicherlich haben auch Erwachsene ihren Spaß daran, an den Modellen selbst zu erforschen, wie ein Hebewerk funktioniert.

Aber es gibt noch viel mehr zu sehen: Im Unterwasser liegt die zum Museumsschiff umgebaute ”Franz-Christian” vor Anker Dort erhalten wir einen Einblick, wie beengt das Leben und hart die Arbeit einer Binnenschifferfamilie an Bord war.

Im Oberwasser liegen weitere historische Schiffe, die zum Teil auf der alten Werft repariert werden. Ein Kran und eine Hubbrücke - natürlich ebenfalls aus vergangenen Tagen - ergänzen das Bild.

Führungen und museumspädagogische Programme werden auf Anfrage angeboten. Zudem ist das Industriemuseum mit seinen großzügigen Außenflächen ein echter Geheimtipp für Kindergeburtstage.

Da der alte Schiffslift außer Betrieb ist, können die Besucher dort leider nicht mehr beobachten, wie die Schiffe in dem 68 Meter langen und 8,6 Meter breiten Trog über die 14 Meter hohe Kanalstufe ”getragen” wurden. Aber keine Bange: Wenige Meter weiter steht, direkt neben der großen Schleuse, das Neue Schiffshebewerk von 1962. Und dort ‘’schweben” die Kähne immer noch. -metz

Quelle: Recklinghäuser Zeitung

Rheinfire-Cheerleader garnieren das Wirtefest

Donnerstag, September 11th, 2008

RATHAUSPLATZ: „Zu Gast in RE” steigt vom 1. bis 5. August

Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für die 16. Auflage des Wirte-Festes „Zu Gast in Recklinghausen”. Setzte Organisator Ralf Stutzki in den vergangenen Jahren auf Mega-Veranstaltungen wie Elvis-Imitatoren-Wettbewerb oder Model-Contest, steht diesmal jeder Tag unter einem anderen Motto.

Am Donnerstag, 2. August, treten die beteiligten Gastronomen Uwe Suberg, Christian Marpe, Ralf Teubner, Frano Sesjak, Ernst Scherrer und Michele Di Dino treten beim großen Vox-Kochduell gegen die prominenten Fernsehköche an. Sechs Schlemmerzelte locken auch in diesem Jahr wieder auf den Rathausplatz. Ganz im Zeichen des Musikrätsels, das Stutzki seit 1997 für WDR 2 produziert, steht der Freitag. Liebhaber des American Football kommen Samstag auf ihre Kosten. Die Holsten-Brauerei, Hauptsponsor der NFL Europa-Liga, bemüht sich, die Cheerleader von Düsseldorf Rheinfire nach RE zu holen. Zum Finale des Gourmet-Finales steigt am Sonntag schon traditionell der Familientag mit viel Jazz und Mehdi Noheh Khans Kinder – Karaoke - Show. —hb

Quelle Recklinghäuser Zeitung

Klabautermann lauert im Museum

Donnerstag, September 11th, 2008

EXTRASCHICHT: Nacht der Industriekultur am 26. Mai / Hebewerk ist mit dabei

Wenn die Nacht vom 26. auf den 27. Mai zum Tage wird, ist auch Waltrop mit von der Partie. ”Extraschicht - Die Nacht der Industriekultur” nennt die Ruhrgebiet Tourismus GmbH (RTG) ein Projekt, das Theater, Filme, Ausstellungen, Kunst und Musik zu einem wahren Erlebnis-Feuerwerk bündelt.

Auf sechs Rundkursen können Nachtschwärmer - meist zwischen 18 und zwei Uhr - das Revier entdecken. RTG-Aufsichtsrat Burkhard Koch:

”Die Stadtgrenzen sollen in dieser Nacht verschwinden, die Identifikation mit dem Revier als Ganzes wachsen.”

Auch drei Städte aus dem Kreis sind dabei - verknüpft durch Route Nummer 4. Los geht es am Umspannwerk in Recklinghausen. Wie an den anderen zwei Standorten sind Nachtführungen geplant. Das Museum zeigt, wie Strom erzeugt wird und welche Bedeutung er für unser Leben hat.

An der nächsten Station, dem Westfälischen Industriemuseum Altes Schiffshebewerk, verschmilzt die ”Extraschicht” mit dem traditionellen Museumsfest. Daher beginnt hier bereits um 16 Uhr ein tolles Kinderprogramm. Führungen gibt es ebenfalls -aber Vorsicht: Der Klabautermann hat einige Überraschungen auf Lager. Im übrigen gibt es Fahrten auf der alten Dieselbarkasse zu gewinnen. Ein musikalisches Intermezzo bietet der Chor ”Contrapunkt 99”.

Die Route Nummer 4 endet schließlich im Chemiepark Marl, dem ”größten Chemiebaukasten der Welt”. Der Aus blick von der neunten Etage des Analytik-Hochhauses verspricht ebenso atemberaubend zu werden wie die Führungen über das Gelände und Dokumentationen über die Werksgeschichte. -BMH

Quelle: Waltroper Zeitung

HEBEWERK: Museum lädt bis zum Herbst zu jeder Menge Attraktionen ein

Donnerstag, September 11th, 2008

Volles Programm im Sommer

HEBEWERK: Museum lädt bis zum Herbst zu jeder Menge Attraktionen ein

Wenn das Wetter (hoffentlich) besser wird, ist auch wieder Saison für das Hebewerkmuseum. An jedem Sonntag gibt es von 11 bis 12.30 Uhr kostenlose Führungen im Industriemuseum Altes Hebewerk. Das ist aber längst nicht alles, das neue Jahresprogramm für 2001 liegt jetzt vor.

Jeden Freitag (bei Nachfrage auch Samstag oder Sonntag) ab 19 Uhr gibt es eine Abendführung durch das beleuchtete Schiffshebewerk (eine Stunde) mit anschließendem kulinarischen Angebot (Abendessen) im Restaurant Papachristos. Kosten: 35 DM (10 DM Führung, 25 DM Essen) pro Person. Telefonische Anmeldung ist erforderlich. Dazu kommen die regelmäßigen Vorträge, die Serie läuft seit Jahresbeginn in bewährter Kontinuität. Der nächste Termin ist der24. April. Um 19.30 Uhr heißt es dann: Schiffslift - die Schiffshebewerke der Welt. Bei diesem Dia-Vortrag stellt Dr. Eckhard Schinkel vom Museum sein neues Buch vor. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zur Signatur.

Die weiteren Veranstaltungen: 2. Mai, 9 bis 15 Uhr:

”Schiffsjunge an Bord des ”MS Franz-Christian”, Lehrerfortbildung des Kreisschulamtes Recklinghausen.

4.und 5. Mai, 21 Uhr ”Experimentelles Maskenspiel”. Ein generationsübergreifendes
Improvisationstheater mit Laien zum Element ”Wasser”. Veranstalter: Westfälisches Landestheater und VHS Castrop-Rauxel, Eintritt: 10 DM / 7DM.

6. Mai, 12 bis 18 Uhr: Historische Radtour mit Picknick am Dortmund-Ems-Kanal (36 km). Stationen: Altes Schiffshebewerk - Dattelner Meer-Alte Fahrt - Neue Fahrt -Schiffshebewerk. Leitung: Herbert Niewerth (Picknick bitte selbst mitbringen) Kosten: 10 DM.

19. Mai, 10 bisl2 Uhr ”Mit Käpt’n Henri auf der Suche nach der verlorenen Schiffskiste”. Eltern-Kind-Programm in Zusammenarbeit mit der Katholischen Familienbildungsstätte (FBS), Dortmund.

26. Mai, Tag der offenen Tür mit ”Langer Nacht der Route Industriekultur”. Buntes Programm von 10 bis 18 Uhr und ”Lange Nacht” von 18 bis 2 Uhr mit Führungen durch das beleuchtete Schiffshebewerk, Schiffsbesichtigungen und Nachtrundgängen um das Oberwasser.

Museumsfest ist Anfang Juni

9. und 10. Juni, 10 bis 18 Uhr Museumsfest mit Tagen der offenen Tür. Geboten wird ein buntes Programm mit Musik, Kindertheater und Dampferfahrten.

24Juni, 12 bis 18 Uhr Radtour vom Alten Schiffshebewerk zur Zeche Waltrop und zurück. Industrie- und denkmalgeschichtliche Radtour mit Kaffeepause unter der Leitung von Liss Ibel-Spiewok und Herbert Niewerth. Kosten: (ohne Kaffeetrinken) 10 DM.

Zudem ist im Oktober wieder eine Herbstferienaktion für Schüler geplant unter dem Titel ”Entdeckungsreise durch das Alte Schiffshebewerk”. Im November ist eine internationale Tagung unter dem Titel ”Die Schiffshebewerke der Welt”. Und am 6. Dezember kommt natürlich wieder der Nikolaus. Mögliche Termine für Gruppenführungen, museumspädagogische Programme und Kindergeburtstage sind übrigens auf Anfrage zu erfahren unter der Telefonnummer 02363 97070.

Richard-Strauss-Festtage als musischer Leckerbissen - EUROPÄISCHE SINFONIETTA: Ab 1999 neue Wege gehen

Donnerstag, September 11th, 2008

Im Jahr zwei nach ihrer Niederlassung im Ostvest will die Europäische Sinfonietta mit Chefdirigent Hans-Georg Jaroslawski neue Wege gehen, um die Struktur des Orchesters weiter zu festigen und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Dazu gehören gleich mehrere Veranstaltungen in Waltrop.

Dies ist ein wichtiger Faktor für die künftige Arbeit der Sinfonietta, die künstlerisch bei ihren Auftritten blitzsaubere Kritiken erhalten hat. Es mangelt jedoch an Zuhörerresonanz. Deshalb möchte der Dirigent im Bereich Werbung und Marketing für die Konzerte im kommenden Jahr eine neue Strategie fahren. Unterstützt wird das Orchester unter anderem von den VEW.

Im kommenden Jahr sucht die Sinfonietta erstmals auch die Zusammenarbeit mit anderen Orchestern der Region sowie auch mit der Musikschule Datteln. Die orchesterübergreifende Kooperation soll Grundlage sein für den künstlerischen Höhepunkt der Sinfonietta in 1999. Hans-Georg Jaroslawski möchte im September und Oktober die 1. Richard-Strauss-Festtage 1999 NRW durchführen.

Die Zusammenarbeit mit der Musikschule sieht vor einen Kammerkonzert-Wettbewerb im April sowie eine Veranstaltung ”Junge Künstler aus der Region musizieren mit der Sinfonietta”, die im Mai in Datteln und Waltrop stattfinden soll. Hobbymusiker können den Profis über die Schulter schauen und auf der anderen Seite wird so eventuell das Interesse bei den verschiedenen Gruppen der Musikschule geweckt, die Auftritte der Sinfonietta zu besuchen.

Den Auftakt des Programms macht die Sinfonietta wie im vergangenen Jahr mit zwei Neujahrskonzerten am 2. Januar in Waltrop und 3. Januar in Datteln. Am 9. Januar findet in Waltrop erstmals eine ”etwas andere” Modenschau mit klassischer, live gespielter Musik statt.

(Quelle: Waltroper Zeitung vom 25.11.1998 (von Uwe Wallkötter))

Internationale Fototage bestehen zehn Jahre

Donnerstag, September 11th, 2008

HERTEN: Bergbaustadt wird vom 27. September bis 21. Oktober zum Kultort

Als 1991 die ersten Internationalen Fototage in der bis dahin in der Festivalszene völlig unbekannten Bergbaustadt Herten ihre Premiere feierten, hätte es niemand für möglich gehalten, dass diese Veranstaltung einmal Kultstatus erreichen würde.

VON MARTIN PYPLATZ

Doch mittlerweile erlebt das ”Fest der Bilder im Revier” seine sechste Auflage, kann sein zehnjähriges Bestehen feiern und ist in der Szene zu einem international anerkannten Begriff geworden. Auch in diesem Jahr werden die Internationalen Fototage, die vom Hertener BildForum unter der Federführung von Agfa und der Stadt Herten geplant und durchgeführt werden, sicher wieder ihrem Kultstatus gerecht werden. Die Planungen für das Festival der Bilder, das vom 27. September bis 21. Oktober stattfindet, laufen bereits auf Hochtouren. Flankierend zu den Internationalen Fototagen startet zeitgleich zum zweiten Mal der Monat der Fotografie im Ruhrgebiet, an dem sich wichtige Museen und kulturelle Einrichtungen der Region mit Fotoausstellungen beteiligen. Der Stellenwert, den die Veranstaltung hat, wird unter anderem dadurch deutlich, dass alle Aktivitäten rund um den Monat der Fotografie im Ruhrgebiet vom Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalens als Projekt gefördert werden.

Traditionell wird innerhalb des Gesamtprogramms, zu dem neben zahlreichen Ausstellungen auch Workshops, Symposien, Vorträge und Events (besondere Kultveranstaltungen) gehören, ein geographischer Themenschwerpunkt gebildet: Nach Südafrika, Russland, China und Japan wird dieser angesichts der bevorstehenden Einführung des Euro Europa gelten. Kuratoren aus den Ländern unseres Erdteils werden dabei aufgefordert, aus ihrer persönlichen Sicht Positionen zur jungen Fotografie in ihrem Lande zu formulieren.

Beachtenswert werden auch die ”Jahrhundertausstellungen” in Herten sein, die diesmal der koreanischen Fotografie gelten und ”100 Jahre koreanische Fotografie” zeigen.

Quelle: Waltroper Zeitung

Philharmonia Hungarica vor ausverkauftem Haus gefeiert

Donnerstag, September 11th, 2008

KONZERT: Laslo Fenyö und die PH unter Rhodos im TM

”Die Philharmonia Hungarica ist tot - es leben die Musiker der Philharmonia Hungarica!”: Unter diesem Motto könnte das 7. Sinfoniekonzert gestanden haben, das jetzt im Marler Theater über die Bühne ging

Wenn auch in leicht reduzierter Zahl angetreten, präsentierten die Musiker und Musikerinnen der Philharmonia Hungarica am vergangenen Wochenende vor ausverkauftem Haus ein spannendes Programm zwischen Beethoven, Dvoräk und Brahms, wurden vom Publikum mit teils stehenden Ovationen gefeiert. Unter dem Dirigat des kurzfristig und kostenlos eingesprungenen Kevin Rhodes liefen die Musiker zu wahrer Höchstform auf, begeisterten nicht nur mit einem traumhaften Ton bei den Streichern oder exquisiter Arbeit im Blech.

Glasklare Artikulation
Die Zusammenarbeit mit Rhodes klappte hervorragend, die Musiker glänzten mit einem überdurchschnittlichen Maß an Transparenz, glasklarer Artikulation und schöner Farbgebung.

Und auch PH-Cellist Laslo Fenyö, der erst im Februar diesen Jahres mit Brahms’ Konzert für Violine, Violoncello und Orchester für wahre Begeisterungsstürme im Marler Theater gesorgt hatte, konnte mit Antonin Dvoräks höchste Virtuosität forderndem Cellokonzert op. 104 (h-moll) durchweg überzeugen.

Da kann man nur hoffen, dass die Musiker der Hungarica - gerade in dieser glänzenden Form - noch oft zu hören sind. -jam

NÄCHSTE TERMINE:
FORMATION: Oprheus-Quartett
TERMIN: So., 1. April, 18 Uhr
ORT: Schloss Lembeck
KARTEN: ‘02365-91970

Quelle: Waltroper Zeitung

Eindringliches Bild der Verfolgung

Donnerstag, September 11th, 2008

DATTELN: Zwei Aufführungen des ”Anne Frank Tagebuches” für Kinder

Seit der Erstveröffentlichung im Jahre 1947 haben Millionen Menschen auf der ganzen Welt das Tagebuch der Anne Frank gelesen. Immer neue Generationen bekommen durch die Lektüre ein eindringliches Bild von der Judenverfolgung während des Zweiten Weltkrieges. Zwei Aufführungen vom ”Anne Frank Tagebuch” für Kinder ab elf Jahren präsentiert das Westfälische Landestheater am Donnerstag, l. Februar 2001, 11 und 15 Uhr, in Kooperation mit dem Dattelner Kulturbüro in der dortigen Stadthalle.

Wie war es, während der Besetzung der Niederlande als jüdisches Kind untertauchen zu müssen? Wie war es, in jeder Minute Angst zu haben vor der Entdeckung und dem, was dann folgen würde?

Anne Frank, am 12. Juni 1929 als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt/Main geboren, flüchtete 1933 mit ihrer Familie vor den Nazis nach Amsterdam. Als die nationalsozialistische Armee 1941 die Niederlande überfiel und besetzte, verstecken sich die Franks mit Freunden in einem Hinterhaus an der Amsterdamer Prinsengracht. Sie wurden1944 festgenommen und nach Auschwitz verschleppt. Anne Frank starb im März1945 in Bergen-Belsen. Ihr Vater Otto Frank hat als einziger der Familie Frank das Konzentrationslager überlebt. Er starb 1980 im Alter von 90 Jahren.

In der Produktion des Westfälischen Landestheaters kommen sowohl Anne Frank durch ihre Tagebucheintragungen und ihre Kurzgeschichten als auch ihr Vater zu Wort.

Eintrittskarten für die Vorstellungen gibt es ab Donnerstag, 14. Dezember, zum Preis von 10 DM (5,11 €) für Kinder und Jugendliche, für 15 DM (7,67 €) für Erwachsene. Gruppen ab zehn Personen zahlen 8,50 DM pro Person. Die Karten sind zu haben in den Dattelner Buchhandlungen Deilmann, Hohe Straße, und Bücherwurm, Martin-Luther-Straße oder kreisweit im RZ Ticket-Center, Breite Straße 4, Recklinghausen, 8 02361 / 180 533

Quelle: Waltroper Zeitung

Kult-Musical mit Hitfaktor

Donnerstag, September 11th, 2008

BÜHNE: ”Rocky Horror Show” in RE

Als die ”Rocky Horror Show” am 16. Juni 1973 im Royal Court Theatre am Sloane Square zum ersten Mal vor zahlendem Publikum stattfand, ahnte noch niemand, dass ein neues Kult-Musical geboren war. Inzwischen ist das Publikum in aller Welt seit fast 30 Jahren im ”Rocky-Fieber”, ein Ende ist nicht abzusehen.

Selbst denjenigen, die noch nie das Vergnügen hatten, die ”Rocky Horror Show” live auf der Bühne zu erleben, sind die ultimativen Party-Hits wie ”Sweet Transvestite”, ‘ der ”Time Warp” oder ”Science Fiction Double Feature” bestens bekannt.

Ins Festspielhaus in Recklinghausen kommt das ”Rockical” zudem in einer der besten Versionen, präsentiert vom London Musical Theatre, das bisher immer als Garant für eine wirklich furiose Show stand. Und mit Sicherheit wird das Publikum schon nach den ersten Takten mitsingen, gehören Reis und Toilettenpapier wieder zur Pflichtausstattung.

Die eigentlich den Meisten bekannte Geschichte selbst ist schnell erzählt: Janet Weiss und ihr Verlobter Brad Majors ein eigentlich ganz ”normales” Pärchen, bitten nach einer Autopanne um Hilfe - ausgerechnet in Frankenstein Place, einem alten Gemäuer, in dem sich Frank und seine Freunde vom Planeten der Transsexuellen aus der Galaxis von Transsylvanien nieder gelassen haben. Sie wohnen dort der ”Geburt” von Rocky bei, einem nach männlichen Idealvorstellungen künstlich geschaffenem Menschen. Doch die Regierung hat bereits die Abteilung zur Abwehr Außerirdischer zum Einsatz gebracht, die die Mission der Fremden unterwandern soll…

Erstklassige (Rock-)Musik mit Ohrwurm-Qualitäten bzw. hohem Hit-Faktor, ein bestechendes Bühnenbild und jede Menge Humor machen die ”Rocky Horror Show” zum echten Vergnügen für Jung und Alt. Ein Höhepunkt in der sonst recht flachen Musical-Szene, den man sich keinesfalls entgehen lassen sollte!

Karten für die Rocky Horror Show am 5. Januar im Festspielhaus Recklinghausen gibt es im RZ-, MZ- und im BZ-Ticketcenter oder unter der Hotline Tel: 0209 / 3600152. -jam

Zur ”Rocky Horror Show” am 5. Januar 2001 um 20 Uhr im Recklinghäuser Festspielhaus verlosen wir 3×2 Freikarten. Eine Postkarte an die Redaktion Kultur, Stichwort ”Rocky” in 45765 Marl genügt. Einsendeschluss -ist der 20. Dezember.

Quelle: Waltroper Zeitung

Neujahrskonzert mit glanzvollen Walzerklängen

Donnerstag, September 11th, 2008

Die ”Wiener Johann Strauß Konzert-Gala am 01. Januar 2001 um 20:00 Uhr im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen

Wien/Recklinghausen (db). Das Publikum in ganz Europa bejubelte diese Gala mit stehenden Ovationen und die Musikkritiker waren sich ausnahmsweise einmal einig: Hier wird auf höchstem Niveau musiziert, getanzt und gesungen. In einer Kritik der F.A.Z. wurde die Produktion wörtlich als ”atemberaubend schön, konzentriert und präzise” beschrieben.
Und wirklich: Diese Gala braucht einen Vergleich mit dem weltberühmten Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker nicht zu scheuen, zumal das Programm seit 1998 um ein neues Glanzlicht bereichert wurde: Gerlinde Dill, die Gerlinde Dill, Choreographin des Wiener Neujahrskonzertes langjährige Choreographin des eben gerühmten Wiener Neujahrskonzertes hat das Ballett vollkommen neu gestaltet.

Zehn Tänzer des Österreichischen K&K-Balletts (vier Paare und zwei Solisten) tanzen in Originalkostümen des Wiener Neujahrskonzertes zu Walzer-, Polka- und Csàrdàstiteln.

Dirigent dieses Abends ist Alexander Steinitz, ein von Karl Österreicher und Leopold Hager an der Musikhochschule Wien ausgebildeter junger Dirigent. Die Wiener Zeitung schrieb über ihn: ”Im Startloch zur Weltkarriere”. Die Wiener Kronenzeitung lobt an ihm vor allem den Wiener Charme, der für einen solchen Abend natürlich unverzichtbar ist.

Das brillante Internationale Johann Strauß Orchester setzt seine musikalischen Vorgaben höchst inspiriert um. Der weltberühmte Geiger Yehudi Menuhin war von den 50 Musikern so begeistert, dass er sie vor einigen Jahren spontan zu seinem Festival nach Gstaad einlud.

Den gesanglichen Part gestaltet in diesem Jahr die aus Portugal stammende und in Österreich lebende Sopranistin Teresa Gardner. Sie hat zahlreiche internationale Gesangswettbewerbe gewonnen und arbeitet als Solistin eng mit der Johann Strauß Gesellschaft Wien” zusammen. Selten hat man eine schönere Koloratur im Frühlingsstimmenwalzer gehört als von Teresa Gardner.

Die musikalische Gesamtleitung liegt in den bewährten Händen von Herbert Prikopa, der selbst ein Stück Wiener Musik- und Kulturgeschichte und ein ausgesprochener Strauß-Kenner ist.
Neues Programm und neue Kostüme
Ein wahres Feuerwerk unsterblicher Melodien erwartet das Publikum zum Jahresausklang. Das von Herbert Prikopa neu zusammengestellte Programm beinhaltet unter anderem den ”Donauwalzer”, die Ouvertüren zu ”100l Nacht” und zum ”Zigeunerbaron” so wie die ”Neue Pizzicato-Polka”. Den Abschluss bildet die allenorts geforderte, traditionelle Zugabe, der ”Radetzkymarsch”.

Diese Gala verspricht also heitere Stimmung und beste Laune. Sichern Sie sich jetzt Karten, denn die Gastspiele der Wiener sind - so die Erfahrung der letzten Jahre -schnell ausverkauft.

Pressestimmen
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb: ….. Wenn je der inflationär benutzte Terminus ”Gala” für eine festlich-liebenswürdige Veranstaltung angebracht war, dann für das Johann Strauß-Konzert im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt. Der Einstieg in die Ouvertüre zur Operette ”Die Fledermaus” …. war atemberaubend schön, konzentriert und präzise …. ein völlig natürliches, von leichter Süße geprägtes Klangbild ohne reißerische Mätzchen oder aufdringliche Effekte…
Die Schwäbische Zeitung attestierte: .”Zigeunerbaron”-Ouvertüre, wie man sie so vielleicht nur noch von den Wiener Philharmonikern beim Neujahrskonzert zu hören bekommt…”
In der Leipziger Volkszeitung war zu lesen über ”…ein Lauffeuer, das aufs Publikum übersprang … erstklassiges Orchester, erstklassige Sopranistin, erstklassiger Dirigent.”
Karten bei

”Die Eintrittskarte”, Springerstraße Id, RZ Ticketcenter und bei
allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Tel. 0180/55 009

Quelle: Waltroper Zeitung

Die Krönung der Poppea

Donnerstag, September 11th, 2008

(L’Incoronazione di Poppea)
Drama in musica in einem Prolog und drei Akten
Musik von Claudio Monteverdi
Dichtung von Giovanni Francesco Busenello
Operngastspiel Teatro del Maggio Musicale Fiorentino
Seit vielen Jahren zum ersten Mal wieder ein Operngastspiel bei den Ruhrfestspielen: Es ist dem Europäischen Festival gelungen, Claudio Monteverdis Barockoper “Die Krönung der Poppea” als Gastspiel des international renommierten Florentiner Musiktheaters nach Recklinghausen einzuladen. Ein Opernereignis ersten Ranges, gesungen von Weltklassesängern, darunter Veronica Cangemi, Monica Bacelli, Elena Zilio und Giorgio Surian.

Die Oper in Florenz gehört zu den führenden Häusern Europas mit einer jahrhundertealten Tradition. Seit vielen Jahren finden dort unter der Intendanz von Cesare Mazzonis die interresantesten und ambitioniertesten Produktionen der italienischen Opernszene statt. In ganz Europa sind vor allem die Barock-Zyklen bekannt geworden, nicht zuletzt wegen ihrer hochklassigen Besetzung. Von zusätzlichem Reiz ist bei dieser Neuproduktion auch die szenische Umsetzung. Mit Luca Ronconi hat einer der führenden Regisseure Italiens die Regie übernommen. Unvergessen durch die genialischen Bilderfindungen ist sein berühmtes Projekt “Orlando Furioso” nach Ariost, mit dem er internationales Aufsehen erregte. Als neuer Intendant des Piccolo Teatro Milano trat Ronconi 1999 die Nachfolge von Giorgio Strehler an. Dirigent der Produktion ist der in der europäischen Musikszene hochgeschätzte Englänger Ivor Bolton. Das zwölfköpfige Orchester spielt auf alten Barockinstrumenten.

Das “Drama in musica” mit dem Originaltitel “L’Incoronazione di Poppea” wurde 1642 in Venedig uraufgeführt. Es ist die letzte Oper des brühmten italienischen Barockkomponisten Claudio Monteverdi und gleichzeitig sein Meisterwerk. Im Mittelpunkt steht die Gestalt des römischen Kaisers Nero, der seine Mutter und Geliebte Octavia umbringen ließ, um die schöne Sabine Poppea heiraten zu können und sie zur Kaiserin zu krönen. Jenseits aller Klischees charakterisiert der Komponist seine Figuren differenziert in all ihrer Widersprüchlichkeit. Monteverdis hinreißende Vertonung dieser barocken Kriminalgeschichte in antikem Gewand zieht durch die suggestive Kraft und Frische ihrer Musik das Publikum bis heute in seinen Bann.

Monteverdi hat um 1600 mit der neuartigen Verbindung von Musik, Szene und Gesang das Genre Oper regelrecht “erfunden”. Die Ruhrfestspiele zeigen mit dieser Produktion einen frühen Meilenstein der Musikgeschichte, der nichts von seiner Faszination und Ausstrahlungskraft verloren hat.

Gefördert von der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW.

Musikalische Leitung: Ivor Bolton
Inszenierung: Luca Ronconi
Bühnenbild: Margherita Palli
Kostüme: Vera Marzot
Mitwirkende:
La Fortuna/Valletto Anna Bonitatibus (Mezzosopran)
La Virtu/Damigella Gemma Bertagnolli (Sopran)
Amore Stefania Donzelli (Sopran)
Ottone Michael Chance (Countertenor)
Erster Soldat/Liberto Carlo Bosi (Tenor)
Zweiter Soldat Romano Emili (Tenor)
Poppea Veronica Cangemi (Sopran)
Nerone Gabriella Sborgi (Mezzosopran)
Arnalta Maria Jose Trullu (Mezzosopran)
Ottavia Monica Bacelli (Mezzosopran)
Amme Elena Zilio (Mezzosopran)
Seneca Giorgio Surian (Baß)
Pallade/Venere Giacinta Nicotra (Mezzosopran)
Drusilla Laura Cherici (Sopran)
Mercurtio/Vertrauter des Seneca Luciano Leoni (Baß)
Lucana/Vertrauter des Seneca Bruno Lazaretti (Tenor)
Littore Giancarlo Boldrini (Baß)
Erster Vertrauter des Seneca Davide Livermore (Tenor)

Kleines Theater Herne stellt sich vor

Donnerstag, September 11th, 2008

1995 haben sich Herner und Gelsenkirchener Profis und Amateure zum Gründungsensemble des ‘kleinen Theaters’ zusammengeschlossen. Durch die ersten Aufführungserfolge über die Stadtgrenzen hinaus wuchs schnell das Interesse der Öffentlichkeit an unseren Inszenierungen, so dass sich der Wunsch nach einem eigenen Theatersaal immer stärker manifestierte. Anfang ‘97 trat der jetzige Besitzer der ehemaligen Industrieanlage Dorn an uns heran mit dem Angebot, eine leerstehende Kuppelhalle auf dem Gelände gemäß unseren Vorgaben zum festen Theater- und Kulturhaus mit einer Kapazität von ca. 100 Sitzplätzen umzubauen. Leider stellte sich jedoch heraus, daß der Vermieter Besselmann sich entschlossen hat, diese Halle in naher Zukunft abreißen zu lassen. Damit waren die zwischenzeitig von uns geleisteten Investitionen in dieses Gebäude leider völlig umsonst gewesen. Trotzdem musste es weitergehen, da die aktuellen Produktionen bereits fertig gestellt waren. So waren wir sehr dankbar für das Angebot eines Herner Hausbesitzers, die ehemalige Gaststätte mit großem Veranstaltungssaal in seinem Haus an der Neustraße für unsere Zwecke umzubauen und langfristig nutzen zu können. Nach aufwendigen Umbauarbeiten konnten wir schließlich im November 98 unser erstes eigenes Haus mit 55 Sitzplätzen eröffnen. Dass unsere Idee eines ”Theaters ohne Hemmschwellen” gelungen ist, zeigt das Lob unserer Gäste, die immerhin bis aus Luzern zu uns kommen und bei uns das ”gemütlichste Theater Deutschlands” vorgefunden haben. Neben den eigenen Produktionen, die neben ernsten Werken zeitgenössischer Autoren besonders Boulevard- und Kindertheater beinhalten, lädt das ‘kleine Theater’ Herne andere Ensembles aus den Bereichen Theater, Kabarett und Musik zur Ermöglichung eines regelmäßigen Veranstaltungsprogramms ein, das durch Ausstellungen, Workshops und Lesungen abgerundet wird. Des weiteren können andere Vereine im Rahmen der zeitlichen Gegebenheiten hier ebenfalls Proben- und Versammlungsmöglichkeiten geboten bekommen. Da der Trägerverein dieses Projekts ausschließlich gemeinnützig arbeitet und Subventionen aus öffentlichen Mitteln aus bekannten Gründen in nur sehr geringer Höhe zu erwarten sind, bitten wir Sie um Ihre Mithilfe. Im Namen unseres Vereines bitten wir Sie hiermit, dieses Kultur-Projekt finanziell als förderndes Mitglied (ab 10,00 DM Monatsbeitrag) oder als Sponsor zu unterstützen, wofür Sie natürlich vom Finanzamt anerkannte Spendenbescheinigungen erhalten können.

Spendenkonto kleines Theater Herne e.V.:
Herner Sparkasse · BLZ 432 500 30 · Konto 101 21 78

Interessant für Firmen, Verbände und Institutionen sind folgende permanent installierbare Werbemöglichkeiten , die wir gegen entsprechende Rechnungsstellung oder auf Spendenbasis anbieten können:

  • Innenwerbung mit Postern unter gut platzierten Glasrahmen (max. DIN A 2)
  • Streuwerbung auf Eintrittskartenrückseiten, Plakaten und Monatsprogrammen zeitlich begrenzte Ausstellung Ihrer Exponate in Vitrinen o.ä.
  • Außenwerbung auf unserem Tourneebus (Bj. 96) 
  • Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, stehen wir Ihnen jederzeit für weitere Informationen zur Verfügung.

Jugend hat das Recht zu nerven jetzt schriftlich

Donnerstag, September 11th, 2008

PARLAMENT: Einberufung Anfang 2001 / Planer suchen potenzielle Kandidaten
Der Rat der Stadt hat den Beschluss in seiner jüngsten Sitzung gefasst, nun steht der Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlamentes (KiJuPa) nichts mehr im Wege. Damit ist Waltrop nach Castrop-Rauxel die zweite Stadt im Kreis, in der Jugendliche ihre eigenes politisch unabhängiges Forum haben. Bei aller Euphorie über den erzielten Erfolg nach mehr als einjähriger Arbeit bleiben die Jugendlichen der KiJuPa-Planungsgruppe realistisch: Für sie gibt es noch eine Menge zu tun.

VON KATHRIN GROCHOWSKI

Doch zunächst durften die KiJuPa-Planer am Montagabend den Dank und die Glückwünsche von Anne Heck, Vorsitzende des Ausschusses für Jugend und Soziales, entgegen nehmen: ”Alle Mitglieder des Rates und des Ausschusses sind davon überzeugt, dass das KiJuPa eine gute Einrichtung ist.” So wird laut Ratsbeschluss künftig ein Vertreter des Nachwuchs-Parlamentes im Ausschuss für Jugend und Soziales vertreten sein, vorläufig jedoch nur in beratender Funktion.

Doch die Jugendlichen haben auch festgeschriebene Rechte: So haben sich beispielsweise die Rats- und Ausschussmitglieder verpflichtet, das KiJuPa über jugendspezifische Vorgänge und Entscheidungen zu informieren. ”Ihr habt das Maximale erreicht: Ihr dürft Euch einmischen, Ihr dürft die Politiker nerven. Und das habt Ihr sogar schriftlich”, sicherte Gottfried Oelenberg (Fachbereichsleiter Jugend und Soziales) den Heranwachsenden seine Unterstützung zu. Darüber hinaus versprach Oelenberg, dass die Stadt bis Ende des Jahres eine halbe Stelle einrichten wird, damit das KiJuPa bei seiner Arbeit zum Beispiel von Schreibkram erleichtert wird. Oelenberg: ”Wichtig ist nun vor allem, dass das KiJuPa und seine Mitglieder von den .großen Politikern ernst genommen werden. Aber ich bin sicher, dass das gelingen wird.”

Das größte Problem haben die jungen Menschen, die eifrig für ihr KiJuPa geplant haben, allerdings noch nicht gelöst: Mit Ausnahme der 16-jährigen Ina Schönfeld sind alle Planer zu alt, um selbst noch aktiv in der Jugend-Politik mitzuwirken. Doch in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis haben die KiJuPa-Vorreiter schon einige potenzielle Kandidaten ausmachen können. ”In der kommenden Woche beginnen, wir mit der Kandidatensuche, damit wir Anfang 2001 das KiJuPa einberufen können”, erklärte Stadtjugendpfleger Andreas Guderian, der das Projekt fachlich begleitete. Pro 100 Schüler soll die Waltroper Jugend einen Abgeordneten zwischen zehn und 18 Jahren stellen.

Aktive Teilnahme an Demokratie

”Das Interesse ist da, jede Jahrgangsstufe wird sicherlich einen Kandidaten finden”, wollen die Planer in den Schulen gezielt zur aktiven Teilnahme an der Demokratie aufrufen. Zudem hoffen sie, dass auch ihre (realistischen) Wünsche später im KiJuPa noch Berücksichtigung finden. ”Wir wollen unsere Ideen gerne einbringen, schließlich sind die Probleme, die uns früher gestört haben, auch heute noch nicht geklärt”, so Andi Grabe.

Dattelner Jugendzentrum wird renoviert - Team arbeitet nun

Donnerstag, September 11th, 2008

“Der Start wird nicht ganz leicht” meinte gestern Ekkehard Klein von den Falken bei der offiziellen Schlüsselübergabe im Jugendzentrum. Doch das neue Team habe sich jetzt gefunden und man mache sich mit viel Elan an die Arbeit.

Leiterin des Jugendzentrums ist die Theaterpädagogin Ricarda Gang. Ihr zur Seite stehen im pädagogischen Bereich Benjamin Benz (Sozialarbeiter) und Robert Austmann (Diplompädagoge). Hinzu kommt die Verwaltungsangestellte Heike Peßara-Örencik, eine gelernte Bankkauffrau.

Zur Zeit ist das Team damit beschäftigt, die Räumlichkeiten zu renovieren. So wird das Jugendzentrum erst in einigen Wochen die Türen öffnen können. ”Es soll sich optisch verändern. Wir wollen eine gemütliche Atmosphäre schaffen”, sagt Klein. Eingangsbereich, Café und der Saal werden dafür umgestaltet.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten auch an einer neuen Konzeption für die Einrichtung in die pädagogische Ziele der Falken wie Selbstorganisation und Demokratie einfließen sollen. In regelmäßigen Jugendzentrumsvollversammlungen will das Team gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen das Programm gestalten. Die Wünsche der Besucher sollen so maßgeblich den Charakter des Hauses bestimmen.

Bürgermeister Rudi Böhm wünschte der neuen Mannschaft viel Glück. Er könne sich keinen besseren Träger als den Verein zur Förderung der Jugendarbeit Datteln vorstellen, sagt Böhm . —linde

Quelle: WAZ vom 09.01.99

Kiga-Abriss sorgt in Hochlarmark für helle Empörung

Freitag, Juli 18th, 2008

St. Michael: Eltern treffen sich heute

Der Kindergarten der katholischen Kirchgemeinde St. Michael in Hochlarmark wird überplant. Dass ist die neudeutsche Umschreibung für Abriss. Ersatz ist nicht in Sicht. Wie und ob es überhaupt weitergehen wird, weiß Silke Vespermann als Elternratsvorsitzende nicht.

Vespermann bestätigte gestern auf WAZ-Anfrage, dass der Elternrat und die neun Mitarbeiter erst an Montag vor einer Woche mündlich, die Eltern am Tag danach per Brief informiert worden seien. „

Auf die Frage, warum dies so spät geschehen ist, antwortete Pastor Prinz uns, dass das noch eine Woche zu früh passiert sei. Durch ein Versehen im Kindergarten.“

Die Mauern des Gebäudes sollen im Sommer 2005 fallen- wie auch das marode Pfarrheim nebenan, an dessen Stelle ein Seniorenheim der Caritas gebaut wird. Der Architektenwettbewerb dafür wurde im vergangenen Sommer ausgeschrieben, schon da stand die Entscheidung gegen die Kindereinrichtung im Prinzip fest, ohne mitgeteilt worden zu sein.

Der offizielle Grund für die Überplanung des Kindergartens: Auch er soll marode sein, Schwamm im Kellerbereich aufweisen und in drei Jahren völlig hinüber sein. Der Elternrat untersuchte den Raum gestern mit einem fachkundigen Handwerksmeister und konnte nichts finden. Vespermann: „Der Raum ist furztrocken.“

Für den Elternrat steckt Methode hinter dem Vorgehen. Der Kindergarten, den ab Sommer 50 Kinder besuchen soll ihrer Meinung nach auslaufen. Angedachte Ersatzräume, etwa in der Grundschule an der Westfalenstraße, könnten bis dahin gar nicht umgebaut werden. Ganz davon zu schweigen, dass weder Bistum noch Stadtkasse finanzielle Rücklagen dafür zur Verfügung stellen könnten.

Bleiben am Ende die Fragen, warum in den Bau des Caritas-Seniorenheims nicht die Integration zweier Kiga-Gruppen eingeflossen ist. Und warum Mitarbeiter und Eltern erst jetzt informiert worden sind, wo vielleicht nichts mehr zu retten sein wird.

Pastor Michael Prinz konnte darauf gestern keine klaren Antworten geben. Heute stellt er sich der Elternversammlung, die der Elternrat für 20 Uhr (Pfarrsaal) einberufen hat.

Eltern wollen sich mit allen Mitteln wehren
Kindergarten-Abriss in St. Michael spaltet die Gemeinde

Pastor Michael Prinz und der Kirchenvorstand der katholischen Gemeinde in Hochlarmark dürfen sich auf eiskalte Zeiten einrichten. Die Eltern wollen den Abriss des Kindergarten nicht hinnehmen.

Die Mütter und Väter im Süden Hochlarmarks sind sauer. Sie fühlen sich verkauft und belogen. Diese deutlichen Worte fielen gestern im Gespräch der Elternvertreter mit der WAZ.

Pastor Prinz wird vorgeworfen, entscheidende Informationen zurückgehalten zu haben, um die Rettung des Kindergartens nahezu unmöglich zu machen. „Der Kapitän ist in diesem Fall wohl als erster vom Bord gegangen“, stellte die Elternratsvorsitzende Silke Nohlen-Vespermann fest.

Nach WAZ-Informationen hat sich die Tendenz, das Kindergartengebäude abreißen zu wollen, bereits im Frühjahr angedeutet. Da wurden diese Einrichtungen auf einem Treffen der Kirchenvorstände und Dekanatsebene klassifiziert. Die Wertungen gingen von eins bis vier. Laut Pastor Prinz gab es für St. Michael eine 4b.

Im Sommer schließlich fiel die Entscheidung für ein Caritas-Seniorenheim und gegen das Gebäude hinter dem maroden Pfarrheim, in dem der integrativ arbeitende Kindergarten zu Hause ist. Noch immer ohne die neun Mitarbeiter oder die Eltern über die Absichten in Kenntnis zu setzen.

Das vor allem können die Elternvertreter nicht fassen.

Die Feststellung das Gebäude zeige schwerwiegende Schäden auf, finden sie absurd. Ein Handwerker schaute sich den angezeigten Schaden an und stufte ihn als harmlos ein. Auch Architekt Hubert Hiltrop glaubt das nicht, er plante das Haus im Jahr 1960.

Blickt man auf die Investitionen der ergangenen fünf Jahre, wird es für die Eltern noch unverständlicher, dass der angebliche Wasserschaden nicht einfach repariert worden ist. 1997 wurden 100.000 DM in die Renovierung des Nassbereichs und des Intensivraumes gesteckt. 1999/2000 flossen 100.000 DM in die Gestaltung des Außenbereichs. 2001 waren 6.500 DM für den Innenanstrich, anschließend wurden für rund 12.000 Euro Unterstände eingerichtet, zweite Ebenen in Gruppenräume eingezogen.

Für die Eltern ergeben die Nachrichten in Summe nur ein Ergebnis: „Wir sind im Weg und nicht mehr gewollt.“ Und das angesichts einer Cartias-Inestition von 5 bis 6 Mio. Euro kein Geld vorhanden sein soll, 50 Kinder zu integrieren, ist für sie ein Rätsel.

Pastor bleibt Antworten schuldig
St. Michael: Kirchenvorstand hat Kindergarten-Abriss bereits beschlossen / Eltern kündigen für Sonntag eine Demo an.

Ausgerechnet kurz vor dem Fest der Liebe, kracht es in der Gemeinde St. Michael. Der geplante Abriss des Kindergartens erhitzt die Gemüter. In einer vom Elternrat initiierten Versammlung stellten sich Pastor Michael Prinz und Reinhard Klein vom Kirchenvorstand am Mittwochabend den Fragen.

Wie bereits berichtet, soll die Einrichtung einem Seniorenheim weichen, das der Caritasverband errichten will. Die meisten der 80 Mütter und Väter verließen das Pfarrheim nach zwei Stunden bitter enttäuscht. Am Ende einer emotional geführten Debatte standen viele offene Fragen und die Erkenntnis, dass der angedachten Standortverlagerung in die Westfalenschule alles andere als ein schlüssiges Konzept zugrunde liegt.

Nur eins ist nun klar: Der Kirchenvorstand fasste den einstimmigen Beschluss zum Abriss bereits am 29. November. Pastor Prinz begründete das Votum mit der „maroden Bausubstanz”, mit „Schimmel an Kellerwänden” und „defekten Abflussleitungen”. „Wir hatten zwei Möglichkeiten – entweder Weiterführung des Kindergartens - dann sähe die Zukunft in zwei oder drei Jahren düster aus - oder aber die Möglichkeit: Abriss des jetzigen Gebäudes und Suche nach Ersatzräumlichkeiten.”

Prinz berief sich auf das Urteil eines Bauexperten des Bistums. Ein Gutachten liegt allerdings nicht vor. Dem Urteil des Kirchenvertreters schloss sich Architekt Hubert Hiltrop (er hatte das Gebäude 1960 geplant) nicht an. In den Jahren 95 bis 97 seien Sanierungen für über 200 000 DM durchgeführt, worden. „Die kleinen Schäden im Kelter lassen sich, zudem mühelos beseitigen.“

Perspektive fehlt

Die explosive Stimmung drohte zu eskalieren, als sich Volker Hülsmann, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, zu Plänen der Kirchengemeinde äußerte, den Kindergarten in die Westfalenschule zu verlagern. Zuvor hatte Pastor Prinz zuversichtlich betont, die Gespräche mit der Stadt seien auf einem guten Weg. Hülsmann: „Wir wissen erst seit zwei Wochen davon. Außerdem soll die Westfalenschule im Jahr 2006 offene Ganztagsgrundschule werden. Und eins ist klar: Eine Ganztagsgrundschule und ein Kindergarten können bei dem vorhandenen Platz vermutlich nicht parallel angeboten werden. Und wenn, wäre es mit enormen Kosten verbunden. Außerdem legt die Stadt Wert auf eine bunte Trägerlandschaft und hofft, dass die Kirche Träger bleibt.”

Angesichts der derzeit fehlenden Perspektive, fragte eine Mutter: „Wo sollen unsere Kinder jetzt hin?”, und brachte damit die Sorgen der Eltern auf den Punkt. Um Hoffnung bemüht, sagte Kindergartenleiterin Barbara Pütz; „Eltern, Kinder und Mitarbeiter kämpfen um dieses Haus. Und vielleicht lassen sich die Pläne soweit abändern, dass der Kindergarten doch noch ins Seniorenheim integriert werden kann.” Der Elternrat hat bereits eine weitere Aktion angekündigt. Am Sonntag werden Mütter und Väter um 17 Uhr auf dem Kirchplatz gegen den Abriss demonstrieren.

Eine schwere Prüfung
St. Michael: „Kindergarten-Krise lässt sich nur über ehrliche Gespräche lösen.

Der Abriss ist beschlossen, ein neuer Standort für den Kindergarten (noch) nicht in Sicht. Die Gemeinde St. Michael steht kurz vor dem Jahreswechsel vor einer schweren Prüfung.

Um diese zu bestehen, sollten Eltern, Kirchenvorstand und Caritasverband intensive Gespräche führen – auf gleicher Augenhöhe, mit offenen Karten und dem gemeinsamen Ziel, der Kindergartenarbeit in St. Michael einen Weg in die Zukunft zu ebnen.

Der Kirchenvorstand und Pastor Michael Prinz der – trotz aller Kritik – bei der Elternversammlung auch Lob für seine bisher geleistete Kindergartenarbeit erntete, sollten die Entscheidung pro Abriss noch einmal überdenken.

Eventuell kann es die massive Ablehnung auch in positive Energie umwandeln, die die Entscheidungsträger beim Bistum in Münster zum Umschwenken animieren könnte. Jede Krise birgt schließlich Chancen für einen Neuanfang. Auch der Caritas-Vorstandsvorsitzende Ludger Twachtmann hat seine Bereitschaft signalisiert über das Model, den Kindergarten im Seniorenheim zu integrieren, zu diskutieren.

Wenn alle Beteiligten Kompromissfähigkeit beweisen und ihre finanziellen Möglichkeiten bündeln, stehen viele Türen offen – vor allem für die Kinder.

Zeichen der Solidarität
St. Michael: Demo vor der Kirche

Mit einer Demonstration vor der St. Michael-Kirche rückten Eltern und Kinder ihren Protest gegen den geplanten Abriss des Kindergartens gestern Abend ins Blickfeld der Öffentlichkeit

„Wir wollten mir den Aktion ein breites Publikum ansprechen – das ist uns gelungen“, freute sich Silke Nohlen-Vespermann, Sprecherin des Elternrates, über die breite Resonanz. Neben Kindern und Erzieherinnen vom benachbarten Kindergärten, schlossen sich vor dem Haupteingang des Gotteshauses auch viele „unbeteiligte“ Gemeindemitglieder dem Elternprotest an. Wie Reinhold Niemczyk: Meine Kinder sind zwar schon schulpflichtig, aber es geht hier um die Zukunft der Gemeinde. Der Ortsteil wird für Familien mit Kindern immer unattraktiver.“ Auch Harald Pfeifer verließ die warme Stube und zeigte sich solidarisch: „Das Seniorenheim braucht den Zugang zum Michaelspark, deswegen soll der Kindergarten weg. Das mache ich nicht mit.“ Mit Plakaten und Unterschriftenlisten ausgestattet, bildeten die Kinder ein Spalier und machten auch die Besucher des gestrigen Weihnachtskonzert mit dem MGV Liederkranz beim Verlassen der Kirche auf ihren Protest aufmerksam. Die Erzieherinnen stimmten mit den Jungen und Mädchen dabei das Lied „Gottes Liebe ist so wunderbar“ an.

Die gestrige Demo soll nur der Auftakt gewesen sein. Im nächsten Schritt ist eine Mahnwache geplant. Um die Aktionen finanzieren zu können, wird um Spenden gebeten.